Tägliche Nachrichten 09/06/04:
Mexiko
will in Kolumbien vermitteln
- Quito (AP) Mexiko will bei möglichen Verhandlungen zwischen der
kolumbianischen Regierung und der Guerillagruppe ELN vermitteln. Eine
entsprechende Vereinbarung erzielten der mexikanische Außenminister
Luis Ernesto Derbez und seine kolumbianische Kollegin Carolina Barco während
eines Treffens der Organisation 07/06/04:
OAS
wählt neuen Generalsekretär und legt Leitlinien fest
- Quito (dpa)
- OAS wählt neuen Generalsekretär und legt Leitlinien fest - Quito
(dpa) - Der frühere Präsident Costa Ricas, Miguel Ángel Rodríguez
(64), ist am Montag zum neuen Generalsekretär der Organisation
Amerikanischer Staaten (OAS) gewählt worden. Der Wirtschaftsexperte
tritt die Nachfolge von César Gaviria an, während dessen Amtszeit
die Organisation nach Ansicht von Kritikern hinter ihren ehrgeizigen
Zielen wie der Bekämpfung von Korruption und Armut zurückblieb. Die
Wahl während er 34. Generalversammlung der OAS in Ecuadors Hauptstadt
Quito erfolgte einstimmig. Rodríguez sagte bei seiner Antrittsrede,
er wolle sich für die Stärkung der Demokratie und die Stabilität in
der Region einsetzen. Auf der bis Dienstag dauernden
Generalversammlung sollten zudem Leitlinien für eine «bessere
Zukunft» festlegt werden. Oberste Priorität soll wie schon in früheren
Jahren die Bekämpfung der in Lateinamerika und der Karibik besonders
verbreiteten Korruption haben. Korrupten Funktionären solle künftig
kein Asyl mehr gewährt und deren Auslierferung erleichtert werden.
Weitere Themen der Versammlung waren der umstrittene Anspruch 07/06/04:
Autobombe
explodiert vor Polizeiwache in Medellin
- Bogota (AP) In der Nähe einer Polizeiwache und einer Kirche ist am
Montag in der kolumbianischen Großstadt Medellin eine Autobombe
explodiert. Mindestens acht Menschen wurden verletzt, darunter auch
ein Geistlicher, wie die Polizei in der zweitgrößten Stadt
Kolumbiens mitteilte. Die Autobombe ging auf einem Parkplatz hoch. Die
Polizei untersuchte noch die möglichen Hintergründe. Die Behörden
vermuteten aber, dass es sich um einen Anschlag der linken
Rebellenorganisation Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens (FARC)
gehandelt habe. 06/06/04:
Kolumbiens Regierung und
ELN-Rebellen geben Friedenssignale - Bogotá (dpa) - Kolumbiens
Regierung und die ELN-Rebellen haben ihre grundsätzliche Bereitschaft
zur Wiederaufnahme von Friedensverhandlungen bekundet. Der Anführer
des «Nationalen Befreiungsheeres» (ELN), Gerardo Bermúdez alias «Francisco
Galán», schlug einen Waffenstillstand und eine Amnestie für in Haft
sitzende Rebellen und politische Gefangene vor. Damit reagierte er auf
ein entsprechendes Angebot der Regierung von Präsident Alvaro Uribe.
Eine Befriedung Kolumbiens war jedoch weiter nicht absehbar, weil die
größte und schlagkräftigste Rebellengruppe, die «Revolutionären
Streitkräften Kolumbiens» (FARC), nicht in den Prozess einbezogen
ist. Galán war am Freitag für 24 Stunden aus einem
Hochsicherheitsgefängnis entlassen worden, um mit Vize-Präsident
Francisco Santos über die Wiederaufnahme der Friedenskontakte zu
sprechen. Santos hatte kurz vor dem Treffen betont, die Regierung
werde «großzügig» auf Angebote der Rebellen reagieren und deren
Sicherheit im Falle einer Friedensregelung garantieren. Das ELN ist
mit 4500 Männern und Frauen unter Waffen die zweitgrößte
Rebellengruppe Kolumbiens. Das für Massenentführungen berüchtigte
ELN hat in den vergangenen Jahren viel von seiner früheren
Schlagkraft verloren. Zahlreiche Mitglieder liefen zu anderen
Rebellengruppen oder zu den extrem rechten Paramilitärs über. 06/06/04:
Kolumbien:
Guerilla-Gruppe ELN zu Friedensgesprächen bereit
-
Buenos Aires (epd). Die zweitgrößte Guerillagruppe Kolumbiens hat
ihre Bereitschaft zu Friedensgesprächen mit der Regierung erklärt.
Ziel des «Nationalen Befreiungsheeres» (ELN) sei ein «humanitäres
Abkommen» mit der Regierung, sagte ELN-Sprecher Francisco Galán nach
kolumbianischen Zeitungsberichten vom Samstag nach einem Treffen mit
dem Vizepräsidenten des Landes, Francisco Santos. Neben einem
Waffenstillstand beinhalte der Plan auch eine Generalamnestie für
alle «politischen Gefangenen», so Galán. Ein solches Abkommen könne
«den Weg öffnen für eine politische Lösung, von der alle
Kolumbianer träumen». In der vergangene Woche hatte die ELN bereits
akzeptiert, dass die mexikanische Regierung als Vermittler bei
Verhandlungen zwischen der 05/06/04:
USA
beantragen von Kolumbien Auslieferung von FARC-Chef Palmera
-
Justizminister: Oberstes Gericht prüft Antrag - Bogotá, 5. Juni
(AFP) - Die USA haben die Auslieferung des in 05/06/04:
ELN
bietet Waffenruhe mit Aussicht auf Friedensverhandlungen an
- Guerilla
und Regierung unter Mexikos Vermittlung im Gespräch - Bogotá, 5.
Juni (AFP) - Unter der Vermittlung Mexikos hat die kolumbianische
ELN-Guerilla der Regierung in Bogotá einen Waffenstillstand mit der
Aussicht auf anschließende Friedensverhandlungen angeboten. Die
Rebellenorganisation wolle mit der Regierung eine «humanitäre
Vereinbarung» treffen, die neben einer beidseitigen Waffenruhe auch
eine Generalamnestie für «politische Gefangene» enthalten solle,
sagte der Sprecher des Nationalen Befreiungsheeres (ELN), Francisco
Galan, am Freitag nach einem Gespräch mit dem kolumbianischen Vize-Präsidenten
Francisco Santos und dem mexikanischen Botschafter Mario Chacon. Ein
solches Abkommen könne «den Weg für eine politische Lösung öffnen,
von der 04/06/04:
Chef
der kolumbianischen ELN-Rebellen zu Gesprächen aus Gefängnis - Bogotá
(dpa) - Die kolumbianische Regierung hat dem Anführer der linken
ELN-Rebellen, Gerardo Bermúdez alias Francisco Galán, Ausgang aus
der Haft für Gespräche über Friedensverhandlungen genehmigt. Galán
dürfe das Hochsicherheitsgefängnis in der im Nordwesten des Landes
gelegenen Stadt Itagüí am Freitag für einen Tag verlassen, um sich
mit Vizepräsident Francisco Santos und mexikanischen Diplomaten zu
treffen, teilten die Behörden am Donnerstag mit. Die mit 4500 Männern
und Frauen unter Waffen zweitgrößte Rebellengruppe Kolumbiens hatte
zuvor die von Präsident Alvaro Uribe 03/06/04:
Mexikos
Präsident bietet sich als Vermittler in Kolumbien an
- Buenos
Aires (epd). Mexikos Präsident Vicente Fox wird möglicherweise im
Konflikt zwischen der kolumbianischen Regierung und der Guerillagruppe
«Nationales Befreiungsheer» (ELN) als Vermittler auftreten. Wie die
Tageszeitung «El Tiempo» am Mittwoch berichtete, akzeptierten die
ELN-Rebellen ein entsprechendes Angebot des mexikanischen Staatschefs.
In den kommenden Wochen werde Fox darüber entscheiden, welche genaue
Rolle er bei möglichen Friedensgesprächen zwischen der linken
Guerillaorganisation und der kolumbianischen Staatsführung spielen
wird. Am Wochenende hatte Kolumbiens Präsident Álvaro Uribe bei
einem Staatsbesuch in Mexiko gesagt, er sei zu Friedensgesprächen mit
der ELN bereit. Ein Waffenstillstand zwischen der Armee und der
Guerillagruppe müsse allerdings von internationalen Beobachtern
kontrolliert werden. Bislang waren Verhandlungen zwischen den Rebellen
und der Regierung nicht zu Stande gekommen. Seit Uribes Amtsantritt im
Jahr 2002 hat er als Präsident auf einen militärischen Sieg im
Guerillakrieg gesetzt. Friedensgespräche, wie sie die Vorgängerregierung
mit der stärksten Guerillagruppe, den Revolutionären Streitkräften
Kolumbiens (FARC), geführt hat, lehnte Uribe bislang ab. Die FARC
verfügt über etwa 17.000 Kämpfer, die ELN zählt etwa 4.500
bewaffnete Männer und Frauen. 01/06/04
: ELN-Guerilla
für Friedensdialog unter mexikanischer Vermittlung
- Bogotá, 1. Juni (AFP) - Die kolumbianische ELN-Guerilla hat
einer Vermittlung Mexikos bei Friedensgesprächen mit der Regierung in
Bogotá zugestimmt. Kolumbianische Medien zitierten am Dienstag ein
entsprechendes Schreiben der Rebellenorganisation Nationales
Befreiungsheer (ELN) an den mexikanischen Präsidenten Vicente Fox.
Demnach erklärten die linksgerichteten Rebellen ihre Bereitschaft, «umgehend
eine direkte Verbindung zur mexikanischen Regierung einzurichten».
Der rechtsgerichtete kolumbianische Präsident Alvaro Uribe hatte die
Guerilla bei einem Besuch in Mexiko am Sonntag zu einem
Waffenstillstand und Verhandlungen unter Vermittlung Mexikos
aufgefordert. Während des seit vier Jahrzehnten andauernden Konflikts
in Kolumbien zwischen Armee, Guerilla und ultrarechten Paramilitärs
starben mehr als 200.000 Menschen; 2,7 Millionen Menschen wurden
vertrieben. Die ELN-Guerilla ist mit 4500 Kämpfern die zweitgrößte
Rebellengruppe nach den Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens
(FARC), die 17.000 Menschen unter Waffen haben. 01/06/04
:
Chef
der kolumbianischen Paramilitärs außer Landes gebracht
- - Castaño
war seit Mitte April verschwunden - Bogotá, 1. Juni (AFP) - Der Chef
der kolumbianischen Paramilitärs, 31/05/04
:
Linke Rebellen entführen
in Kolumbien 17 Reisende - Bogotá (dpa) - Linke Rebellen haben
nach Angaben der kolumbianischen Behörden im Nordwesten des Landes
bei zwei Überfällen insgesamt 17 Reisende entführt. Bis Montag
seien zehn der Geiseln wieder frei gekommen, hieß es weiter. Es war
die erste größere Entführungsaktion des «Nationalen
Befreiungsheeres» (ELN) seit fast zwei Jahren. Fast zeitgleich hatte
Präsident Alvaro Uribe sein Angebot für einen Waffenstillstand und
Friedensgespräche mit dem ELN erneuert. Die Guerilla hatte am Samstag
in der verarmten Provinz Chocó im Nordwesten des Landes zwei
Reisebusse gestoppt und die beiden Fahrer sowie die Passagiere in den
Busch verschleppt. Das Militär nahm nach eigenen Angaben die
Verfolgung der Entführer auf, die deshalb die ersten zehn Geiseln
frei gelassen hätten. Das ELN ist mit etwa 4500 Männern und Frauen
unter Waffen die zweitgrößte Guerillagruppe des Landes und für
spektakuläre Entführungsaktionen berüchtigt. Lösegelderpressung
ist eine der wichtigsten Einnahmequellen illegaler bewaffneter Gruppen
in Kolumbien. Im Dezember 2002 hatte das ELN Gespräche abgebrochen,
weil die Regierung Uribe nicht wirklich am Frieden interessiert sei. 31/05/04:
Unbekannte
erschießen Ex-Militärchef kolumbianischer Paramilitärs
- Bogotá,
31. Mai (AFP) - Unbekannte Täter haben in Kolumbien einen früheren
Militärchef der ultrarechten Paramilitärs erschossen. Wie die
Polizei am Sonntag mitteilte, wurde der 39-jährige Rodrigo Franco
(alias Comandante Doble Cero) am Freitag während eines Spaziergangs
in der Stadt Santa Marta an der Karibikküste getötet. Der frühere
Armeeleutnant, gegen den wegen Menschenrechtsverletzunghen ermittelt
wurde, galt als Mitbegründer der paramilitärischen Vereinigten
Selbstverteidigungskräfte (AUC), mit denen er sich im Jahr 2002 überwarf
und deren Friedensgespräche mit der Regierung er scharf kritisierte.
Seitdem hatte ihm die AUC-Führung den Krieg erklärt. 29/05/04:
Journalist
in Kolumbien ermordet
- Bogotá
(dpa) - In Kolumbien ist erneut ein Journalist ermordet worden. Paul Márquez
(38) habe gerade mit seinen Eltern zu Hause in San Andrés de
Sotavento vor dem Fernseher gesessen, als er von einem Unbekannten
Eindringling mit mehreren Schüssen getötet worden sei, teilten die
Behörden am Samstag mit. Wie in Kolumbien üblich 27/05/04:
ai: Rechte von
Menschenrechtlern in Lateinamerika schützen- Brüssel (KNA) Die
irische EU-Präsidentschaft soll sich nach einer Forderung von amnesty
international (ai) beim 26/05/04:
Das aktuelle Stichwort: Gewalt
in Kolumbien - Porto Alegre
(epd). Seit 40 Jahren wütet in Kolumbien ein blutiger Konflikt
zwischen linken Guerillagruppen, der Armee und rechtsextremen
Paramilitärs. Die Vereinten Nationen sprechen von der derzeit «größten
humanitären Krise in der westlichen Hemisphäre». Kolumbien hat die
höchste Mordrate der westlichen Welt. Rund drei 26/05/04:
Ins Abseits manövriert - Nach
40 Jahren Konflikt ist Kolumbiens Guerillagruppe FARC isolierter denn
je - Von Gerhard Dilger (epd) Porto Alegre (epd). Alltag in
Kolumbien: Bei drei 25/05/04:
«Brot
für die Welt» in Sorge um Menschenrechtler in Kolumbien
-
Stuttgart (epd). Die evangelische Hilfsaktion «Brot für die Welt»
hat sich besorgt über die prekäre Sicherheitslage von 25/05/04:
Seit
40 Jahren bomben die FARC für ein kommunistisches Kolumbien
Von
Jan-Uwe Ronneburger, dpa - Bogotá (dpa) - Kolumbien steht ein Jubiläum
ins Haus, bei dem es 25/05/04:
Jahrestag der
Hoffnungslosigkeit - Kolumbien kommt nach 40 Jahren Krieg weiter nicht
zur Ruhe - Annäherung an FARC ebenso gescheitert wie Uribes «harte
Hand" 24/05/04:
Sieben
Tote bei Bombenanschlag auf Diskothek in Kolumbien - Rund
90 Verletzte - Behörden machen FARC verantwortlich - Bogotá, 24. Mai
(AFP) - Bei einem Bombenanschlag auf eine stark besuchte Diskothek
sind in Kolumbien nach Angaben vom Montag mindestens sieben Menschen
getötet worden. Zuvor war von fünf Toten die Rede gewesen. Rund
neunzig Besucher wurden nach Behördenangaben verletzt, als unter
einem Tisch in dem Club in Apartado in der Nacht zu Sonntag ein
ferngezündeter Sprengsatz explodierte. 26 Verletzte lagen noch in
Krankenhäusern. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Die
Behörden machten die Revolutionären Streitkräften Kolumbiens (FARC)
für den Anschlag verantwortlich. Erst am vergangenen Donnerstag waren
bei einer Bombenexplosion in der kolumbianischen Stadt Medellín vier
Menschen getötet und 17 weitere verletzt worden. Rund 20 Menschen
wurden in Kolumbien laut Behördenangaben am vergangenen Wochenende
getötet; allein zwischen 24/05/04:
Mindestens 47 Tote in
Kolumbien - 40. Jahrestag der FARC - Bogotá (dpa) - Bei
Bombenanschlägen, einem Massaker und Kämpfen sind in Kolumbien in
den letzten Tagen insgesamt 47 Menschen getötet und mehr als hundert
verletzt worden. Rechtsextreme Paramilitärs hätten zudem im
Nordosten des Landes ein Massaker unter Bauern angerichtet, berichtete
die Zeitung «El Tiempo» am Montag. Die Behörden gingen davon aus,
dass die Welle der Gewalt seit Freitag mit dem 40. Jahrestag des
Beginns des bewaffneten Kampfes der marxistischen «Revolutionären
Streitkräfte Kolumbiens» (FARC) im Zusammenhang steht. Der schwerste
Bombenanschlag ereignete sich in der Nacht zum Sonntag in der Stadt
Apartado im Nordwesten des Landes. Bei der Explosion einer in einem
Koffer versteckten Bombe in einem Lokal während der Übertragung
eines Fußballspiels wurden 4 Menschen getötet. 3 der insgesamt 92
Verletzten seien später im Krankenhaus gestorben, teilten die Behörden
mit. Der Bürgermeister des Ortes, 12/04/04:
Kolumbiens
Militär tötet versehentlich fünf Zivilisten -
Bogotá (dpa)
- Das kolumbianische Militär hat im Zentrum des Landes versehentlich
fünf Zivilisten erschossen. Bei den Opfern handele es sich um zwei
17-Jährige und ihr sechsmonatiges Baby, einen 14-Jährigen sowie
einen Erwachsenen, berichtete die Zeitung «El Tiempo» am Sonntag.
Die Soldaten hätten die Landarbeiter in der Dunkelheit am
Samstagabend mit linken Rebellen verwechselt, teilte das Militär mit.
Als die Zivilisten auf den Zuruf «Halt, stehen bleiben»
davongelaufen seien, hätten die Soldaten das Feuer eröffnet. Der
Chef der Streitkräfte, General Carlos Ospina, räumte einen «Irrtum»
des Militärs ein und drückte den Angehörigen der Opfer sein Beileid
aus. Der Bürgermeister der nahe gelegenen Stadt Cajamarca, Everardo
Rodríguez, sagte, die Opfer seien so arm gewesen, dass die Stadt die
Särge spenden werde. Erst im März hatte das Militär aus Versehen
insgesamt 14 Menschen, darunter vier Zivilisten, sieben Polizisten und
drei Soldaten, getötet. 11/04/04:
Mindestens
24 Tote bei Kämpfen in Kolumbien -
Bogotá (dpa)
- Bei Kämpfen sind in Kolumbien über die Osterfeiertage mindestens
24 Menschen getötet worden. Es habe sich um 09/04/04:
Mindestens
elf Tote bei Kämpfen in Kolumbien -
Bogotá (dpa)
- Bei Kämpfen in Kolumbien sind zum Auftakt der Osterfeiertage
mindestens elf Menschen getötet worden. 08/04/04:
Deutschstämmiger
auf seiner Farm in Ecuador entführt -
Buenos
Aires/Quito (dpa) - Ein Deutscher ist im Norden Ecuadors von
Unbekannten entführt worden. Insgesamt sechs Männer mit 03/04/04:
Erneut
Journalist in Kolumbien erschossen - Bogotá
(dpa) - Erneut haben Unbekannte einen Journalisten in Kolumbien
erschossen. Francisco Acevedo sei vor den Augen seiner Frau 03/04/04:
Kolumbien:
Kirche fordert Waffenstillstand zur Karwoche -
Rom (KNA) Die
katholische Kirche Kolumbiens hat zu einem Waffenstillstand für die
Kar- und Ostertage aufgerufen. Der 02/04/04
:
EU gibt 30 Millionen humanitäre Hilfe -
Brüssel
(KNA) Die EU-Kommission hat 30 Millionen Euro an humanitärer Hilfe für
verschiedene Erdteile zur Verfügung gestellt. Jeweils acht Millionen
Euro gehen an Kolumbien und Tadschikistan, wie die EU-Kommission am
Freitag in Brüssel mitteilte. In Tadschikistan sollen nach Bürgerkrieg
und Dürre Nahrungsmittel geliefert und die Wasser- und medizinische
Versorgung verbessert werden. In Kolumbien soll die Hilfe Bürgerkriegsvertriebenen
zu Gute kommen. Rund neun Millionen Euro stellt die EU-Kommission für
die Fortsetzung des Flugdienstes in Afrika zur Verfügung. Der
Flugdienst des EU-Büros für humanitäre Hilfe (ECHO) befördert
Mitarbeiter von Hilfsorganisationen und Hilfsgüter in Ost- und
Zentralafrika. Weitere 5,5 Millionen Euro gehen zur Hilfe für Rückkehrer,
Vertriebene und Flüchtlinge nach Sri Lanka. 02/04/04
: "Geld
ist nicht alles, was zählt" -
Ex-Kokabauern
aus Kolumbien exportieren Kaffee nach Europa - Projekt steckt im
Drogenland Kolumbien noch in Kinderschuhen Von Jacques Thomet - Bogotá,
2. April (AFP) - Kolumbien macht in der Regel eher mit traurigen
Rekorden Schlagzeilen: Das südamerikanische Land ist der weltweit größte
Hersteller von Kokain, es ist das Land mit den meisten Entführungen,
und es ist seit Jahrzehnten durch einen erbarmungslosen Binnenkrieg
und korrupte Beamte auf allen Ebenen gelähmt. Da ist die Nachricht
umso erfreulicher, die jetzt aus dem gebeutelten südamerikanischen
Land kommt: Kolumbien exportiert Kaffee nach Europa, der von
ehemaligen Kokabauern angebaut wird. Die Exportmenge ist noch übersichtlich:
Die Londoner Firma Wakefield will immerhin acht Container mit jeweils
17,5 Tonnen Bio-Rohkaffee einkaufen, das französische Unternehmen
Andines nimmt dagegen zunächst nur 5000 Pfund-Päckchen Röstkaffee
ab. Für die kolumbianische Kooperative Cosurca sind diese Verkäufe
dennoch ein Riesenerfolg. «Das ist noch längst nicht das Ende dieser
Geschichte, dies ist der Anfang eines neuen Wirtschaftsmodells für
einen gerechten Handel auf internationaler Ebene», frohlockt Geschäftsführer
René Ausecha, der die Handelsabschlüsse am Mittwoch in Bogotá
bekannt gab. Rund 1200 Familien aus Popayán im Süden der Region
Cauca haben sich dem von der UNO unterstützten Projekt angeschlossen.
Mehr als 200 Hektar Koka-Felder wurden in dem Grenzgebiet zu Ecuador
nach Angaben von Cosurca seit 1999 vernichtet und mit Kaffeepflanzen
bestückt, die übrigens ohne Düngemittel gezogen werden. Doch die
breite Masse der Bevölkerung konnte die Kooperative damit noch nicht
erreichen. «Wir haben hier ständig mit sozialen Spannungen zu kämpfen»,
erläutert die Technische Leiterin, Luz Dari Menezes. Viele
Koka-Bauern hielten die Idee, ihren Lebensunterhalt durch den Anbau
von Kaffee zu verdienen, schlicht für «unmöglich», berichtet sie.
Schließlich lässt sich mit Koka-Pflanzen viel Geld verdienen -
viermal so viel wie etwa durch den Anbau von Gemüse. «Die Leute hier
waren mit Sicherheit reich», berichtet Dari Menezes über diejenigen,
die sich dennoch für den Ausstieg aus dem Drogengeschäft
entschlossen haben. «Sie haben sich Autos gekauft, Motorräder und
Waffen. Aber wir haben ihnen klar gemacht, dass Geld nicht alles ist,
was zählt.» 30/03/04
:
Flucht
nach Hamburg - Stiftung für politisch Verfolgte unterstützt
Kolumbianer
in Not
Von Oliver Spies (epd) - Hamburg (epd). Plötzlich steht ein neuer
Name auf dem Klingenschild: 30/03/04:
Romero-Tage
in Hamburg: Exil-Kolumbianer berichtet -
Hamburg
(epd). Anlässlich der 17. Romero-Tage in Hamburg berichtet Humberto
Londoño am Freitag, 2. April, über «Vertriebene in Kolumbien». Der
Anwalt und Menschenrechtler ist seit Juni Gast der «Hamburger
Stiftung für politisch Verfolgte». Die Veranstaltung beginnt um 20
Uhr in der Bramfelder Laterne (Berner Chaussee 58), 21/03/04
: Ermittlungen
in Kolumbien nach Tod von elf Menschen
- Bogotá
(dpa) - Die kolumbianische Staatsanwaltschaft hat am Sonntag
Ermittlungen wegen der versehentlichen Erschießung von elf Menschen,
darunter sieben Polizisten, durch das Militär aufgenommen. Eine
Anti-Guerilla-Einheit der Streitkräfte hatte die Polizisten und deren
Begleiter am Vortag in der Provinz Nariño im Südwesten des Landes
mit Rebellen verwechselt und das Feuer eröffnet, teilte das
Verteidigungsministerium weiter mit. Nach ersten Erkenntnissen habe es
keine Funkverbindung zwischen den Polizisten und den Militärs
gegeben, hieß es. Erst am Donnerstag vergangener Woche waren drei
Soldaten ums Leben gekommen und zahlreiche andere verletzt worden, als
sie von einer anderen Einheit beschossen wurden. Nariño an der Grenze
zu Ecuador ist seit Monaten Schauplatz schwerer Kämpfe zwischen dem
Militär und linken Rebellen. 18/03/04
: Geheimpolizei:
Rebellenführer in Kolumbien gefasst -
«Der Muslim» soll Selbstmordattentäter rekrutiert haben - Bogotá,
18. März (AFP) - Die kolumbianische Polizei hat nach eigenen Angaben
einen Mann festgenommen, der Jugendliche für Selbstmordanschläge
linksgerichteter Rebellen gegen Staatspräsident Alvaro Uribe
rekrutiert haben soll. Der Chef der Geheimpolizei DAS, Jorge Noguera,
sagte am Mittwoch (Ortszeit), der 40-jährige Luis Hipólito Ospina
Guzmán, genannt «der Moslem», sei ein Führungsmitglied
Guerillaorganisation Revolutionäre Streitkräften Kolumbiens (FARC).
Er sei 1986 zum Islam konvertiert und habe in der Nähe des zwischen
1998 und 2002 von der Guerilla kontrollierten Gebiets in der Größe
der Schweiz Jugendliche im Alter zwischen zwölf und 19 Jahren für
die Anschläge ausgebildet. Laut Noguera waren auch
Selbstmordattentate gegen Einrichtungen von Militär und Polizei
geplant. Ospina Guzmán habe wegen seiner Sprachkenntnisse - unter
anderem Englisch, Arabisch und Deutsch - auch als «FARC-Verbindungsmann
zu anderen terroristischen Gruppen» gewirkt. 17/03/04
:
Mehr als 150 kolumbianische Rebellen seit Mitte Februar getötet - Bogotá
(dpa) - Bei Kämpfen mit linken Rebellen hat das kolumbianische Militär
nach eigenen Angaben seit Mitte Februar 16/03/04
:
Streik bei Coca-Cola in Kolumbien
- Buenos
Aires (epd). In Kolumbien streiken Coca-Cola-Arbeiter in mehreren Städten
gegen die Schließung von Abfüllfabriken und die Verfolgung von
Gewerkschaftern. Die kolumbianische Tageszeitung «El Tiempo»
berichtete am Dienstag in ihrer Online-Ausgabe, im vergangenen Jahr
habe der Getränkekonzern in dem südamerikanischen Land bereits 14
Fabriken geschlossen und 500 Beschäftigte entlassen. 15/03/04
:
Mindestens
18 Tote bei Kämpfen in Kolumbien - Bogotá
(dpa) - Bei neuen Kämpfen zwischen kolumbianischen Streitkräften und
linken Rebellen sind mindestens 18 Menschen getötet 11/03/04:
Senator
wirft kolumbianischen Paramilitärs Kannibalismus vor
- Bogotá
(dpa) - Der kolumbianische Senator Gerardo Jumi hat rechte Paramilitärs
des Kannibalismus beschuldigt. Sie hätten in einem kleinen Ort der
Region Sierra Nevada de Santa Marta im Norden des Landes zwei
Mitglieder des Indio-Volkes der Arahuac umgebracht und teilweise
aufgegessen, berichtete die Zeitung «El Tiempo» am Donnerstag unter
Berufung auf den Politiker. Anschließend hätten die Mitglieder der
extrem rechten «Einheiten zur Selbstverteidigung Kolumbiens» (AUC)
gebratene Teile ihrer Opfer unter den ahnungslosen Bewohnern des Ortes
verteilt. Indios leiden besonders unter dem bürgerkriegsähnlichen
Konflikt in Kolumbien, weil sie meist abseits der relativ sicheren größeren
Städte leben. Die AUC sind wegen ihrer meist grausamen Übergriffe
auf die Zivilbevölkerung gefürchtet und stehen auf der Terrorliste
der USA und der Europäischen Union (EU). Nach Angaben des Militärs
starben während der vergangenen Tage bei Kämpfen in verschiedenen
Landesteilen elf Paramilitärs und zehn Rebellen der marxistischen «Revolutionären
Streitkräfte Kolumbiens» (FARC). Die FARC bekämpfen den Staat
bereits seit fast 40 Jahren. 10/03/04
:
Kriegsberichterstattung: Presse-Institut beklagt «tödliche Kosten»
- Wien (epd).
Das Internationale Presse-Institut hat die «tödlichen Kosten» der
Kriegsberichterstattung beklagt. 2003 sei eines der blutigsten Jahre für
Kriegsreporter gewesen, erklärte das Institut am Mittwoch in Wien.
Alleine im Irak seien während und nach dem Krieg 19 Journalisten getötet
worden. Diese Erfahrung zeige, dass sich Medien mehr mit
Sicherheitsfragen auseinander setzen müssten. Außer im Irak kamen
den Angaben zufolge in 19 weiteren Ländern 45 Journalisten ums Leben.
Die gefährlichste Region sei Asien gewesen, wo 19 Reporter getötet
wurden. Sieben von ihnen auf den Philippinen und je drei in Nepal und
Indien. In Südamerika starben den Angaben zufolge 17 Journalisten in
Ausübung ihres Berufes, davon neun in Kolumbien. Das Land sei für
Medienvertreter weiterhin eines der gefährlichsten der Welt. In
Brasilien kamen vier Journalisten ums Leben. In Europa wurden laut dem
Presse-Institut vier Journalisten getötet, drei in Russland und einer
in der Ukraine. In zahlreichen Staaten der Region gebe es
Auseinandersetzungen zwischen Medien und Regierungen. Zwei weitere
Medienvertreter starben in Afrika, zwei im Nahen Osten. Ein Reporter
kam den Angaben zufolge in Iran als Folge eines Verhörs ums Leben. 09/03/04
:
Ingrid Betancourt nach Angaben ihrer Entführer gesund" -
FARC: Wenig Hoffnung auf baldige Freilassung der Geiseln - Bogotá,
9. März (AFP) - Die seit zwei Jahren verschleppte 09/03/04
:
FARC-Führungsmitglied
Palmera bekennt sich vor Gericht zu Guerilla -
Erste öffentliche
Anhörung im Prozess wegen Entführung - Bogotá, 9. März (AFP) - Das
Anfang Januar in Ecuador festgenommene FARC-Führungsmitglied Ricardo
Palmera hat sich bei seiner ersten öffentlichen Anhörung vor Gericht
zu der kolumbianischen Guerillagruppe bekannt. Er übernehme die
Verantwortung für seine Verbindung zu den Revolutionären Streitkräften
Kolumbiens (FARC) als Akt der Rebellion gegen den Staat», sagte
Palmera alias Simón Trinidad am Montag vor einem Gericht der
nordkolumbianischen Stadt Valledupar. Palmera wurde per Videoschaltung
aus dem Hochsicherheitsgefängnis von Cómbita, 120 Kilometer nördlich
von Bogotá, zugeschaltet. Er muss sich vor dem Gericht wegen der Entführung
des ehemaligen Bürgermeisters von Valledupar und dessen Bruder im März
1998 verantworten. Palmera war Anfang Januar in der ecuadorianischen
Hauptstadt Quito festgenommen worden, wo er sich wegen einer
Krebserkrankung operieren lassen wollte. Seit dem 10. Januar sitzt er
im Hochsicherheitsgefängnis von Cómbita ein. Dem ranghöchsten 09/03/04:
Kolumbianischer Guerillaführer bekennt sich zu Rebellion -
Gerichtsverfahren mit Video-Übertragung in die Zelle - Bogota
(AP) Der bisher höchstrangige Guerillaführer in kolumbianischer Haft
hat zu Beginn seines Prozesses den Anklagepunkt der Rebellion
gestanden, die Vorwürfe von Mord und Entführung aber zurückgewiesen.
`Ich übernehme die volle Verantwortung für meine Verbindung mit der
FARC als Akt der Rebellion gegen den Staat", sagte am Montag
Ricardo Palmera, der als Kommandeur bei den Revolutionären Streitkräften
Kolumbiens (FARC) Simon Trinidad genannt wurde. Palmera steht nicht
persönlich vor Gericht, sondern ist über eine Video-Übertragung aus
seiner Zelle zugeschaltet. Es ist das erste Mal, dass dieses Verfahren
in der kolumbianischen Justiz zum Einsatz kommt. Die Behörden hatten
das Risiko eines Transports vom Gefängnis Combita nördlich der
Hauptstadt Bogota in die 700 Kilometer nördlich gelegene Stadt
Valledupar als zu hoch eingeschätzt. Palmera wird beschuldigt, 1998
die Entführung des damaligen Bürgermeisters von Valledupar, Elias
Ochoa Daza, und seines Bruders Eliecer angeordnet 03/03/04 : Besprühung von Kokafeldern in Kolumbien um 84 Prozent gestiegen US-Regierungsbeamter: Entlaubungsflüge «immer gefährlicher» - Washington, 3. März (AFP) - Die Besprühung von Kokafeldern im Kampf gegen Drogenanbau in Kolumbien ist zu Jahresbeginn massiv verstärkt worden. Im Vergleich zum Vorjahr seien die Entlaubungsflüge im Januar und Februar um 84 Prozent gestiegen, sagte der für die Drogenbekämpfung zuständige US-Regierungsbeamte Robert Charles am Mittwoch vor dem Unterausschuss für Drogenbekämpfung des US-Repräsentantenhauses in Washington. Bis 29. Februar seien mehr als 29.000 Hektar Kokafelder zerstört worden. Charles räumte ein, dass die Entlaubungsflüge wegen der linksgerichteten Guerillagruppen, die sich zu einem großen Teil aus Drogengeldern finanzieren, «immer gefährlicher» würden. Er verwies auf den Abschuss eines Flugzeuges am 13. Februar vergangenen Jahres durch die linksgerichtete Guerillaorganisation Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens (FARC). Drei US-Bürger, die sich in dem Flugzeug befanden, wurden von der FARC verschleppt. Allein imvergangenen Jahr hätten die USA vier Flugzeuge in Kolumbien verloren, sagte Charles. Die Entlaubungsflüge im Rahmen des von den USA massiv unterstützten Anti-Drogenprogramms «Plan Colombia» sind äußerst umstritten, da die Felder mit Kokapflanzen aus der Luft mit hoch giftigen Substanzen besprüht werden und auch andere Pflanzungen zerstören. Koka ist der Rohstoff für die Herstellung von Kokain. Die Zerstörung der Kokafelder gehört zu den Prioritäten des rechtsgerichteten Staatspräsidenten Álvaro Uribe. 28/02/04 : Kolumbien überstellt mutmaßliche Drogenbosse an US-Justiz - Bogotá/New York, 28. Februar (AFP) - Die kolumbianischen Behörden haben sieben mutmaßliche Drogenbosse an die US-Justiz überstellt. Wie die Polizei in Bogotá am Freitag (Ortszeit) mitteilte, müssen sich die Beschuldigten wegen Rauschgifthandels und Geldwäsche verantworten. Einem der sieben Kolumbianer, Ramiro López Imitola, wirft die New Yorker Justiz vor, als Chef des in Kolumbien und Venezuela angesiedelten Drogennetzwerks «Organisation» seit 1997 mehr als zwei Tonnen Heroin im Wert von 200 Millionen Dollar (161 Millionen Euro) in die USA eingeschleust zu haben. Der Anklage zufolge schickte der im April 2003 in Kolumbien gefasste López Imitola monatlich bis zu 60 Drogenkuriere per Flugzeug in die USA, häufig in der Business Class. Im Falle seiner Verurteilung droht ihm lebenslange Haft. 27/02/04 UN-Gesandter prangert Journalistenmorde in Kolumbien an : Bogota (AP) Die Vereinten Nationen haben Kolumbien vorgeworfen, Morde gegen Journalisten nicht aggressiv genug aufzuklären. Ambeyi Ligabo, ein f}r Pressefreiheit zuständiger UN-Beamter, sagte am Freitag in Bogota, im vergangenen Jahr seien in dem südamerikanischen Land sieben Journalisten ermordet worden und in keinem einzigen Fall sei auch nur ein Verdächtiger festgenommen worden. `Der Kampf gegen Straflosigkeit sollte von höchster Priorität sein", sagte Ligabo. F}r die Medien in Kolumbien werde es zunehmend schwieriger, ihre Unabhängigkeit zu bewahren. Journalisten würden regelmäßig von Aufständischen, Drogenhändlern und korrupten Beamten bedroht. `All diese Faktoren führen nicht zu einer Atmosphäre f}r die Entwicklung von Meinungsfreiheit, die eine Voraussetzung für Demokratie ist." Alle Beteiligten im 40-jährigen Bürgerkrieg, einschließlich die Regierung von Präsident Alvaro Uribe, hätten Intoleranz gegen Andersdenkende gezeigt. Uribe hat beispielsweise Menschenrechtsgruppen und Nicht-Regierungsorganisationen, die sein Vorgehen gegen die linksgerichteten Rebellen kritisch begleiteten, als Feiglinge und Sympathisanten von Terroristen bezeichnet. 27/02/04 : Französische Geisel in Kolumbien nach fünf Wochen frei. Bogotá, 27. Februar (AFP) - Kolumbianische Paramilitärs haben einen französischen Studenten nach fünf Wochen aus ihrer Geiselhaft entlassen. Der 27-jährige Jurastudent aus Paris sei in der Provinz Magdalena rund tausend Kilometer nördlich von Bogotá dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) übergeben worden, teilte ein Diplomat am Freitag in der kolumbianischen Hauptstadt mit. Der Franzose sei bei «sehr guter Gesundheit». Einzelheiten über die Zeit der Geiselhaft bei den ultrarechten Vereinigten Selbstverteidigungskräften Kolumbiens (AUC) in der Sierra Nevada wurden zunächst nicht bekannt gegeben. Der Mann war am 15. Januar verschleppt worden. Ein weiterer 23-jähriger Franzose wird seit Anfang Januar vermisst, nachdem er von Brasilien in die südliche Amazonas-Region eingereist war. In Kolumbien sind Entführungen an der Tagesordnung. Seit zwei Jahren befindet sich die französisch-kolumbianische Politikerin Ingrid Betancourt in der Gewalt der linksgerichteten Guerillaorganisation Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens (FARC). 25/02/04 ; Mindestens
15 Tote bei Kämpfen in Kolumbien - Bogotá (dpa) -
Bei schweren Gefechten im Südwesten Kolumbiens sind
mindestens elf Soldaten und vier linke Rebellen getötet
worden. Die Soldaten hätten versucht, einen Überfall
der Guerilleros auf den Ort Santa María in der Provinz
Huila zu verhindern, sagte General Martín Carreño am
Mittwoch. Die Soldaten seien von den Rebellen der
marxistischen «Revolutionären Streitkräfte
Kolumbiens» (FARC) mit automatischen Waffen,
Handgranaten sowie sprengstoffgefüllten Gasflaschen
angegriffen worden. Bei den fünfstündigen Kämpfen
wurden den Angaben zufolge vier weitere Soldaten
verwundet. Die Rebellen hätten sich anschließend
zurückgezogen, sagte Carreño. 24/02/04 : Kolumbianische
Autorin Restrepo erhält Alfaguara-Preis - Madrid
(epd). Die kolumbianische Schriftstellerin Laura Restrepo
(53) hat in Spanien den mit 138.000 Euro dotierten 24/02/04 : Kolumbien
kauft gebrauchte Kampfpanzer von Spanien - Bogotá,
24. Februar (AFP) - Kolumbien hat von Spanien für sechs
Millionen Dollar (4,8 Millionen Euro) gebrauchte
Kampfpanzer 24/02/04 : Morddrohungen
wegen Kritik an Kolumbiens Präsident Uribe - Mann
von Entführungsopfer sieht Rechtsextreme am Werk -
Bogotá, 24. Februar (AFP) - Der Mann der seit zwei
Jahren von linksgerichteten Rebellen verschleppten
kolumbianischen Politikerin Ingrid Betancourt hat eigenen
Angaben zufolge wegen seiner Kritik an Präsident Alvaro
Uribe anonyme Morddrohungen erhalten. Juan Carlos
Lecompte sagte der Nachrichtenagentur AFP in Bogotá am
Montag (Ortszeit), der anonyme Anrufer habe ihm gedroht,
ihn «zum Schweigen» zu bringen, sollte er nicht den
Mund halten. «Wenn Dir Uribe nicht gefällt, scher dich
aus dem Land», sagte der Anrufer demnach weiter.
Lecompte antwortete nach eigenen Angaben: «Mir gefällt
Alvaro Uribe nicht, aber ich liebe Kolumbien.» Er werde
solange nicht schweigen, bis seine Frau freikomme.
Lecompte vermutet, dass rechtsextreme paramilitärische
Gruppen hinter den Drohungen stecken. 23/02/04 : Bei
Gefechten in Kolumbien 60 Menschen binnen 24 Stunden
getötet - Links- und rechtsgerichtete Rebellen unter
den Opfern - Bogotá, 23. Februar (AFP) - Bei einer
Offensive der kolumbianischen Armee gegen linke Rebellen
und rechte Paramilitärs sind nach Militärangaben binnen
24 Stunden mindestens 60 Menschen getötet worden. Allein
bei einem Einsatz auf einer Landstraße nahe Villanueva
im Nordosten des Landes seien 21 Paramilitärs und zehn
Soldaten getötet worden, hieß es am Sonntag aus
Militärkreisen. Ein weiteres Mitglied der
rechtsgerichteten Paramilitärs sei in Apia im westlichen
Verwaltungsgebiet Risaralda getötet worden. Die Armee
beschlagnahmte nach eigenen Angaben 38 Sturmgewehre
russischer Bauart, Maschinengewehre, Granaten, Landminen,
Funkgeräte und Militäruniformen. Bei einem weiteren
Vorfall in Llano Grande im Nordwesten seien 17 Mitglieder
der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC)
getötet worden. Vier weitere FARC-Mitglieder seien bei
Kämpfen 22/02/04: Demonstration
für Freilassung von Ingrid Betancourt - Paris (AP)
Mehrere hundert Menschen haben am Sonntag in Paris für
die Freilassung der von Guerilleros verschleppten
Politikerin Ingrid Betancourt demonstriert. Die
18-jährige Tochter Melanie warf der kolumbianischen
Regierung vor, die Freilassung ihrer Mutter nicht
entschieden genug zu betreiben. Einige Demonstranten
trugen Plakate mit der Forderung nach einem
Waffenstillstand und Verhandlungen mit der
kolumbianischen Guerillabewegung FARC. Am (morgigen)
Montag jährt sich zum zweiten Mal der Tag, an dem
Betancourt als Präsidentschaftskandidatin verschleppt
worden war. 22/02/04 : Bei
Gefechten in Kolumbien 48 Menschen binnen 24 Stunden
getötet -Bogotá, 22. Februar (AFP) - Bei mehreren
Angriffen der kolumbianischen Armee gegen linke Rebellen
und rechte Paramilitärs sind nach Militärangaben binnen
24 Stunden 48 Menschen getötet worden. Bei einem Einsatz
in Villanueva im Nordosten des Landes seien 21
Paramilitärs und sechs Soldaten getötet worden, hieß
es am Sonntag aus Militärkreisen. In Llano Grande im
Nordwesten seien 17 Mitglieder der Revolutionären
Streitkräfte Kolumbiens (FARC) getötet worden. Die
Regierung in Bogotá und rechte Paramilitärs hatten zwar
im Juli vergangenen Jahres ein Abkommen geschlossen, dass
20.000 Paramilitärs bis Ende 2005 die Waffen abgeben
sollen. Viele Splittergruppen boykottieren dieses
Abkommen aber. Die FARC, mit rund 17.000 Kämpfern die
größte Rebellenorganisation Kolumbiens, lehnt
Verhandlungen mit der Regierung ab. Sie fordert die 22/02/04 : Roms
Bürgermeister demonstriert in Bogotá für Freiheit
Betancourts - Bogotá (dpa) - Der Bürgermeister
Roms, Walter Veltroni, und hunderte weitere Menschen
haben in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá für die
Freilassung der früheren Präsidentschaftskandidatin
Ingrid Betancourt aus der Geiselhaft linker Rebellen
demonstriert. Zugleich forderten die Teilnehmer der
Kundgebung am Samstag, dass die marxistischen
«Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens» (FARC) auch
alle anderen festgehaltenen Geiseln freigeben sollten.
Die Entführung Betancourts im Süden des Landes jährt
sich an diesem Montag zum zweiten Mal. Rom ist eine von
mehr als 1000 Städten weltweit, die Betancourt zur
Ehrenbürgerin erklärt haben. Die Bemühungen um einen
Austausch der FARC-Geiseln gegen inhaftierte Rebellen
treten seit Jahren auf der Stelle. 21/02/04: Spanien
unterstützt Kolumbien im Kampf gegen Rebellen - Aznar
will ELN auf EU-Terrorliste setzen - Cartagena (AP)
Der spanische Ministerpräsident Jose Maria Aznar 20/02/04 : Betancourt:
«USA gegen humanitäre Lösung der Geiselfrage»Paris
(dpa) - Die Schwester der in Kolumbien verschleppten
grünen Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt,
Astrid Betancourt, hat den USA vorgeworfen, eine
humanitäre Lösung des schon zwei Jahre andauernden
Geiseldramas zu verhindern. Die kolumbianische Regierung
habe eine von der Kirche vermittelte Verständigung in
letzter Minute platzen lassen, sagte Astrid Betancourt
der Pariser Zeitung «France Soir» (Freitagausgabe).
Ingrid Betancourt war am 23. Februar 2002 von
linksgerichteten Rebellen der FARC (Revolutionäre
Bewaffnete Kräfte Kolumbiens) verschleppt worden. Als
letztes Lebenszeichen erhielt ihre Familie nach Angaben
ihrer Tochter Melanie im September 2003 eine Kassette mit
Videoaufnahmen vom Mai 2003. Präsident Alvaro Uribe
fährt einen harten Kurs gegen die Entführer. 19/02/04 : Weiterer
Franzose in Kolumbien vermisst- Bogotá, 19. Februar
(AFP) - In Kolumbien wird seit Januar ein weiterer
Franzose vermisst. Von dem 27-jährigen Jura-Studenten
gebe 16/02/04 : Kolumbien:
Kampagne für Wiederwahl von Präsident Uribe gestartet -
Buenos Aires (epd). In Kolumbien wollen Parteigänger von
Präsident Álvaro Uribe eine Wiederwahl des Staatschefs
ermöglichen, was die Verfassung bislang untersagt. Wie
die Tageszeitung «El Tiempo» am Sonntag (Ortszeit) in
ihrer Internetausgabe berichtete, starteten
Uribe-Anhänger eine Unterschriftensammlung für ihr
Ziel. In einer ersten Runde müssen 125.000
Unterschriften zusammenkommen, erklärte der Abgeordnete
Armando Benedetti. Hat die Wahlbehörde die Namen
geprüft und anerkannt, kann erst die eigentliche
Unterschriftensammlung für das Volksbegehren beginnen.
Die Freunde des Präsidenten müssen dann 1,2 Millionen
Unterschriften vorlegen, damit der Kongress sich mit
einer Verfassungsänderung befasst. Mehrere Abgeordnete
haben bereits einen Entwurf vorgelegt, der dem
Präsidenten eine zweite vierjährige Amtszeit
ermöglichen soll. | ||||||||