Tägliche Nachrichten 09/06/04:
Mexiko
will in Kolumbien vermitteln
- Quito (AP) Mexiko will bei möglichen Verhandlungen zwischen der
kolumbianischen Regierung und der Guerillagruppe ELN vermitteln. Eine
entsprechende Vereinbarung erzielten der mexikanische Außenminister
Luis Ernesto Derbez und seine kolumbianische Kollegin Carolina Barco während
eines Treffens der Organisation 07/06/04:
OAS
wählt neuen Generalsekretär und legt Leitlinien fest
- Quito (dpa)
- OAS wählt neuen Generalsekretär und legt Leitlinien fest - Quito
(dpa) - Der frühere Präsident Costa Ricas, Miguel Ángel Rodríguez
(64), ist am Montag zum neuen Generalsekretär der Organisation
Amerikanischer Staaten (OAS) gewählt worden. Der Wirtschaftsexperte
tritt die Nachfolge von César Gaviria an, während dessen Amtszeit
die Organisation nach Ansicht von Kritikern hinter ihren ehrgeizigen
Zielen wie der Bekämpfung von Korruption und Armut zurückblieb. Die
Wahl während er 34. Generalversammlung der OAS in Ecuadors Hauptstadt
Quito erfolgte einstimmig. Rodríguez sagte bei seiner Antrittsrede,
er wolle sich für die Stärkung der Demokratie und die Stabilität in
der Region einsetzen. Auf der bis Dienstag dauernden
Generalversammlung sollten zudem Leitlinien für eine «bessere
Zukunft» festlegt werden. Oberste Priorität soll wie schon in früheren
Jahren die Bekämpfung der in Lateinamerika und der Karibik besonders
verbreiteten Korruption haben. Korrupten Funktionären solle künftig
kein Asyl mehr gewährt und deren Auslierferung erleichtert werden.
Weitere Themen der Versammlung waren der umstrittene Anspruch 07/06/04:
Autobombe
explodiert vor Polizeiwache in Medellin
- Bogota (AP) In der Nähe einer Polizeiwache und einer Kirche ist am
Montag in der kolumbianischen Großstadt Medellin eine Autobombe
explodiert. Mindestens acht Menschen wurden verletzt, darunter auch
ein Geistlicher, wie die Polizei in der zweitgrößten Stadt
Kolumbiens mitteilte. Die Autobombe ging auf einem Parkplatz hoch. Die
Polizei untersuchte noch die möglichen Hintergründe. Die Behörden
vermuteten aber, dass es sich um einen Anschlag der linken
Rebellenorganisation Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens (FARC)
gehandelt habe. 06/06/04:
Kolumbiens Regierung und
ELN-Rebellen geben Friedenssignale - Bogotá (dpa) - Kolumbiens
Regierung und die ELN-Rebellen haben ihre grundsätzliche Bereitschaft
zur Wiederaufnahme von Friedensverhandlungen bekundet. Der Anführer
des «Nationalen Befreiungsheeres» (ELN), Gerardo Bermúdez alias «Francisco
Galán», schlug einen Waffenstillstand und eine Amnestie für in Haft
sitzende Rebellen und politische Gefangene vor. Damit reagierte er auf
ein entsprechendes Angebot der Regierung von Präsident Alvaro Uribe.
Eine Befriedung Kolumbiens war jedoch weiter nicht absehbar, weil die
größte und schlagkräftigste Rebellengruppe, die «Revolutionären
Streitkräften Kolumbiens» (FARC), nicht in den Prozess einbezogen
ist. Galán war am Freitag für 24 Stunden aus einem
Hochsicherheitsgefängnis entlassen worden, um mit Vize-Präsident
Francisco Santos über die Wiederaufnahme der Friedenskontakte zu
sprechen. Santos hatte kurz vor dem Treffen betont, die Regierung
werde «großzügig» auf Angebote der Rebellen reagieren und deren
Sicherheit im Falle einer Friedensregelung garantieren. Das ELN ist
mit 4500 Männern und Frauen unter Waffen die zweitgrößte
Rebellengruppe Kolumbiens. Das für Massenentführungen berüchtigte
ELN hat in den vergangenen Jahren viel von seiner früheren
Schlagkraft verloren. Zahlreiche Mitglieder liefen zu anderen
Rebellengruppen oder zu den extrem rechten Paramilitärs über. 06/06/04:
Kolumbien:
Guerilla-Gruppe ELN zu Friedensgesprächen bereit
-
Buenos Aires (epd). Die zweitgrößte Guerillagruppe Kolumbiens hat
ihre Bereitschaft zu Friedensgesprächen mit der Regierung erklärt.
Ziel des «Nationalen Befreiungsheeres» (ELN) sei ein «humanitäres
Abkommen» mit der Regierung, sagte ELN-Sprecher Francisco Galán nach
kolumbianischen Zeitungsberichten vom Samstag nach einem Treffen mit
dem Vizepräsidenten des Landes, Francisco Santos. Neben einem
Waffenstillstand beinhalte der Plan auch eine Generalamnestie für
alle «politischen Gefangenen», so Galán. Ein solches Abkommen könne
«den Weg öffnen für eine politische Lösung, von der alle
Kolumbianer träumen». In der vergangene Woche hatte die ELN bereits
akzeptiert, dass die mexikanische Regierung als Vermittler bei
Verhandlungen zwischen der 05/06/04:
USA
beantragen von Kolumbien Auslieferung von FARC-Chef Palmera
-
Justizminister: Oberstes Gericht prüft Antrag - Bogotá, 5. Juni
(AFP) - Die USA haben die Auslieferung des in 05/06/04:
ELN
bietet Waffenruhe mit Aussicht auf Friedensverhandlungen an
- Guerilla
und Regierung unter Mexikos Vermittlung im Gespräch - Bogotá, 5.
Juni (AFP) - Unter der Vermittlung Mexikos hat die kolumbianische
ELN-Guerilla der Regierung in Bogotá einen Waffenstillstand mit der
Aussicht auf anschließende Friedensverhandlungen angeboten. Die
Rebellenorganisation wolle mit der Regierung eine «humanitäre
Vereinbarung» treffen, die neben einer beidseitigen Waffenruhe auch
eine Generalamnestie für «politische Gefangene» enthalten solle,
sagte der Sprecher des Nationalen Befreiungsheeres (ELN), Francisco
Galan, am Freitag nach einem Gespräch mit dem kolumbianischen Vize-Präsidenten
Francisco Santos und dem mexikanischen Botschafter Mario Chacon. Ein
solches Abkommen könne «den Weg für eine politische Lösung öffnen,
von der 04/06/04:
Chef
der kolumbianischen ELN-Rebellen zu Gesprächen aus Gefängnis - Bogotá
(dpa) - Die kolumbianische Regierung hat dem Anführer der linken
ELN-Rebellen, Gerardo Bermúdez alias Francisco Galán, Ausgang aus
der Haft für Gespräche über Friedensverhandlungen genehmigt. Galán
dürfe das Hochsicherheitsgefängnis in der im Nordwesten des Landes
gelegenen Stadt Itagüí am Freitag für einen Tag verlassen, um sich
mit Vizepräsident Francisco Santos und mexikanischen Diplomaten zu
treffen, teilten die Behörden am Donnerstag mit. Die mit 4500 Männern
und Frauen unter Waffen zweitgrößte Rebellengruppe Kolumbiens hatte
zuvor die von Präsident Alvaro Uribe 03/06/04:
Mexikos
Präsident bietet sich als Vermittler in Kolumbien an
- Buenos
Aires (epd). Mexikos Präsident Vicente Fox wird möglicherweise im
Konflikt zwischen der kolumbianischen Regierung und der Guerillagruppe
«Nationales Befreiungsheer» (ELN) als Vermittler auftreten. Wie die
Tageszeitung «El Tiempo» am Mittwoch berichtete, akzeptierten die
ELN-Rebellen ein entsprechendes Angebot des mexikanischen Staatschefs.
In den kommenden Wochen werde Fox darüber entscheiden, welche genaue
Rolle er bei möglichen Friedensgesprächen zwischen der linken
Guerillaorganisation und der kolumbianischen Staatsführung spielen
wird. Am Wochenende hatte Kolumbiens Präsident Álvaro Uribe bei
einem Staatsbesuch in Mexiko gesagt, er sei zu Friedensgesprächen mit
der ELN bereit. Ein Waffenstillstand zwischen der Armee und der
Guerillagruppe müsse allerdings von internationalen Beobachtern
kontrolliert werden. Bislang waren Verhandlungen zwischen den Rebellen
und der Regierung nicht zu Stande gekommen. Seit Uribes Amtsantritt im
Jahr 2002 hat er als Präsident auf einen militärischen Sieg im
Guerillakrieg gesetzt. Friedensgespräche, wie sie die Vorgängerregierung
mit der stärksten Guerillagruppe, den Revolutionären Streitkräften
Kolumbiens (FARC), geführt hat, lehnte Uribe bislang ab. Die FARC
verfügt über etwa 17.000 Kämpfer, die ELN zählt etwa 4.500
bewaffnete Männer und Frauen. 01/06/04
: ELN-Guerilla
für Friedensdialog unter mexikanischer Vermittlung
- Bogotá, 1. Juni (AFP) - Die kolumbianische ELN-Guerilla hat
einer Vermittlung Mexikos bei Friedensgesprächen mit der Regierung in
Bogotá zugestimmt. Kolumbianische Medien zitierten am Dienstag ein
entsprechendes Schreiben der Rebellenorganisation Nationales
Befreiungsheer (ELN) an den mexikanischen Präsidenten Vicente Fox.
Demnach erklärten die linksgerichteten Rebellen ihre Bereitschaft, «umgehend
eine direkte Verbindung zur mexikanischen Regierung einzurichten».
Der rechtsgerichtete kolumbianische Präsident Alvaro Uribe hatte die
Guerilla bei einem Besuch in Mexiko am Sonntag zu einem
Waffenstillstand und Verhandlungen unter Vermittlung Mexikos
aufgefordert. Während des seit vier Jahrzehnten andauernden Konflikts
in Kolumbien zwischen Armee, Guerilla und ultrarechten Paramilitärs
starben mehr als 200.000 Menschen; 2,7 Millionen Menschen wurden
vertrieben. Die ELN-Guerilla ist mit 4500 Kämpfern die zweitgrößte
Rebellengruppe nach den Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens
(FARC), die 17.000 Menschen unter Waffen haben. 01/06/04
:
Chef
der kolumbianischen Paramilitärs außer Landes gebracht
- - Castaño
war seit Mitte April verschwunden - Bogotá, 1. Juni (AFP) - Der Chef
der kolumbianischen Paramilitärs, 31/05/04
:
Linke Rebellen entführen
in Kolumbien 17 Reisende - Bogotá (dpa) - Linke Rebellen haben
nach Angaben der kolumbianischen Behörden im Nordwesten des Landes
bei zwei Überfällen insgesamt 17 Reisende entführt. Bis Montag
seien zehn der Geiseln wieder frei gekommen, hieß es weiter. Es war
die erste größere Entführungsaktion des «Nationalen
Befreiungsheeres» (ELN) seit fast zwei Jahren. Fast zeitgleich hatte
Präsident Alvaro Uribe sein Angebot für einen Waffenstillstand und
Friedensgespräche mit dem ELN erneuert. Die Guerilla hatte am Samstag
in der verarmten Provinz Chocó im Nordwesten des Landes zwei
Reisebusse gestoppt und die beiden Fahrer sowie die Passagiere in den
Busch verschleppt. Das Militär nahm nach eigenen Angaben die
Verfolgung der Entführer auf, die deshalb die ersten zehn Geiseln
frei gelassen hätten. Das ELN ist mit etwa 4500 Männern und Frauen
unter Waffen die zweitgrößte Guerillagruppe des Landes und für
spektakuläre Entführungsaktionen berüchtigt. Lösegelderpressung
ist eine der wichtigsten Einnahmequellen illegaler bewaffneter Gruppen
in Kolumbien. Im Dezember 2002 hatte das ELN Gespräche abgebrochen,
weil die Regierung Uribe nicht wirklich am Frieden interessiert sei. 31/05/04:
Unbekannte
erschießen Ex-Militärchef kolumbianischer Paramilitärs
- Bogotá,
31. Mai (AFP) - Unbekannte Täter haben in Kolumbien einen früheren
Militärchef der ultrarechten Paramilitärs erschossen. Wie die
Polizei am Sonntag mitteilte, wurde der 39-jährige Rodrigo Franco
(alias Comandante Doble Cero) am Freitag während eines Spaziergangs
in der Stadt Santa Marta an der Karibikküste getötet. Der frühere
Armeeleutnant, gegen den wegen Menschenrechtsverletzunghen ermittelt
wurde, galt als Mitbegründer der paramilitärischen Vereinigten
Selbstverteidigungskräfte (AUC), mit denen er sich im Jahr 2002 überwarf
und deren Friedensgespräche mit der Regierung er scharf kritisierte.
Seitdem hatte ihm die AUC-Führung den Krieg erklärt. 29/05/04:
Journalist
in Kolumbien ermordet
- Bogotá
(dpa) - In Kolumbien ist erneut ein Journalist ermordet worden. Paul Márquez
(38) habe gerade mit seinen Eltern zu Hause in San Andrés de
Sotavento vor dem Fernseher gesessen, als er von einem Unbekannten
Eindringling mit mehreren Schüssen getötet worden sei, teilten die
Behörden am Samstag mit. Wie in Kolumbien üblich 27/05/04:
ai: Rechte von
Menschenrechtlern in Lateinamerika schützen- Brüssel (KNA) Die
irische EU-Präsidentschaft soll sich nach einer Forderung von amnesty
international (ai) beim 26/05/04:
Das aktuelle Stichwort: Gewalt
in Kolumbien - Porto Alegre
(epd). Seit 40 Jahren wütet in Kolumbien ein blutiger Konflikt
zwischen linken Guerillagruppen, der Armee und rechtsextremen
Paramilitärs. Die Vereinten Nationen sprechen von der derzeit «größten
humanitären Krise in der westlichen Hemisphäre». Kolumbien hat die
höchste Mordrate der westlichen Welt. Rund drei 26/05/04:
Ins Abseits manövriert - Nach
40 Jahren Konflikt ist Kolumbiens Guerillagruppe FARC isolierter denn
je - Von Gerhard Dilger (epd) Porto Alegre (epd). Alltag in
Kolumbien: Bei drei 25/05/04:
«Brot
für die Welt» in Sorge um Menschenrechtler in Kolumbien
-
Stuttgart (epd). Die evangelische Hilfsaktion «Brot für die Welt»
hat sich besorgt über die prekäre Sicherheitslage von 25/05/04:
Seit
40 Jahren bomben die FARC für ein kommunistisches Kolumbien
Von
Jan-Uwe Ronneburger, dpa - Bogotá (dpa) - Kolumbien steht ein Jubiläum
ins Haus, bei dem es 25/05/04:
Jahrestag der
Hoffnungslosigkeit - Kolumbien kommt nach 40 Jahren Krieg weiter nicht
zur Ruhe - Annäherung an FARC ebenso gescheitert wie Uribes «harte
Hand" 24/05/04:
Sieben
Tote bei Bombenanschlag auf Diskothek in Kolumbien - Rund
90 Verletzte - Behörden machen FARC verantwortlich - Bogotá, 24. Mai
(AFP) - Bei einem Bombenanschlag auf eine stark besuchte Diskothek
sind in Kolumbien nach Angaben vom Montag mindestens sieben Menschen
getötet worden. Zuvor war von fünf Toten die Rede gewesen. Rund
neunzig Besucher wurden nach Behördenangaben verletzt, als unter
einem Tisch in dem Club in Apartado in der Nacht zu Sonntag ein
ferngezündeter Sprengsatz explodierte. 26 Verletzte lagen noch in
Krankenhäusern. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Die
Behörden machten die Revolutionären Streitkräften Kolumbiens (FARC)
für den Anschlag verantwortlich. Erst am vergangenen Donnerstag waren
bei einer Bombenexplosion in der kolumbianischen Stadt Medellín vier
Menschen getötet und 17 weitere verletzt worden. Rund 20 Menschen
wurden in Kolumbien laut Behördenangaben am vergangenen Wochenende
getötet; allein zwischen 24/05/04:
Mindestens 47 Tote in
Kolumbien - 40. Jahrestag der FARC - Bogotá (dpa) - Bei
Bombenanschlägen, einem Massaker und Kämpfen sind in Kolumbien in
den letzten Tagen insgesamt 47 Menschen getötet und mehr als hundert
verletzt worden. Rechtsextreme Paramilitärs hätten zudem im
Nordosten des Landes ein Massaker unter Bauern angerichtet, berichtete
die Zeitung «El Tiempo» am Montag. Die Behörden gingen davon aus,
dass die Welle der Gewalt seit Freitag mit dem 40. Jahrestag des
Beginns des bewaffneten Kampfes der marxistischen «Revolutionären
Streitkräfte Kolumbiens» (FARC) im Zusammenhang steht. Der schwerste
Bombenanschlag ereignete sich in der Nacht zum Sonntag in der Stadt
Apartado im Nordwesten des Landes. Bei der Explosion einer in einem
Koffer versteckten Bombe in einem Lokal während der Übertragung
eines Fußballspiels wurden 4 Menschen getötet. 3 der insgesamt 92
Verletzten seien später im Krankenhaus gestorben, teilten die Behörden
mit. Der Bürgermeister des Ortes, 12/04/04:
Kolumbiens
Militär tötet versehentlich fünf Zivilisten -
Bogotá (dpa)
- Das kolumbianische Militär hat im Zentrum des Landes versehentlich
fünf Zivilisten erschossen. Bei den Opfern handele es sich um zwei
17-Jährige und ihr sechsmonatiges Baby, einen 14-Jährigen sowie
einen Erwachsenen, berichtete die Zeitung «El Tiempo» am Sonntag.
Die Soldaten hätten die Landarbeiter in der Dunkelheit am
Samstagabend mit linken Rebellen verwechselt, teilte das Militär mit.
Als die Zivilisten auf den Zuruf «Halt, stehen bleiben»
davongelaufen seien, hätten die Soldaten das Feuer eröffnet. Der
Chef der Streitkräfte, General Carlos Ospina, räumte einen «Irrtum»
des Militärs ein und drückte den Angehörigen der Opfer sein Beileid
aus. Der Bürgermeister der nahe gelegenen Stadt Cajamarca, Everardo
Rodríguez, sagte, die Opfer seien so arm gewesen, dass die Stadt die
Särge spenden werde. Erst im März hatte das Militär aus Versehen
insgesamt 14 Menschen, darunter vier Zivilisten, sieben Polizisten und
drei Soldaten, getötet. 11/04/04:
Mindestens
24 Tote bei Kämpfen in Kolumbien -
Bogotá (dpa)
- Bei Kämpfen sind in Kolumbien über die Osterfeiertage mindestens
24 Menschen getötet worden. Es habe sich um 09/04/04:
Mindestens
elf Tote bei Kämpfen in Kolumbien -
Bogotá (dpa)
- Bei Kämpfen in Kolumbien sind zum Auftakt der Osterfeiertage
mindestens elf Menschen getötet worden. 08/04/04:
Deutschstämmiger
auf seiner Farm in Ecuador entführt -
Buenos
Aires/Quito (dpa) - Ein Deutscher ist im Norden Ecuadors von
Unbekannten entführt worden. Insgesamt sechs Männer mit 03/04/04:
Erneut
Journalist in Kolumbien erschossen - Bogotá
(dpa) - Erneut haben Unbekannte einen Journalisten in Kolumbien
erschossen. Francisco Acevedo sei vor den Augen seiner Frau 03/04/04:
Kolumbien:
Kirche fordert Waffenstillstand zur Karwoche -
Rom (KNA) Die
katholische Kirche Kolumbiens hat zu einem Waffenstillstand für die
Kar- und Ostertage aufgerufen. Der 02/04/04
:
EU gibt 30 Millionen humanitäre Hilfe -
Brüssel
(KNA) Die EU-Kommission hat 30 Millionen Euro an humanitärer Hilfe für
verschiedene Erdteile zur Verfügung gestellt. Jeweils acht Millionen
Euro gehen an Kolumbien und Tadschikistan, wie die EU-Kommission am
Freitag in Brüssel mitteilte. In Tadschikistan sollen nach Bürgerkrieg
und Dürre Nahrungsmittel geliefert und die Wasser- und medizinische
Versorgung verbessert werden. In Kolumbien soll die Hilfe Bürgerkriegsvertriebenen
zu Gute kommen. Rund neun Millionen Euro stellt die EU-Kommission für
die Fortsetzung des Flugdienstes in Afrika zur Verfügung. Der
Flugdienst des EU-Büros für humanitäre Hilfe (ECHO) befördert
Mitarbeiter von Hilfsorganisationen und Hilfsgüter in Ost- und
Zentralafrika. Weitere 5,5 Millionen Euro gehen zur Hilfe für Rückkehrer,
Vertriebene und Flüchtlinge nach Sri Lanka. 02/04/04
: "Geld
ist nicht alles, was zählt" -
Ex-Kokabauern
aus Kolumbien exportieren Kaffee nach Europa - Projekt steckt im
Drogenland Kolumbien noch in Kinderschuhen Von Jacques Thomet - Bogotá,
2. April (AFP) - Kolumbien macht in der Regel eher mit traurigen
Rekorden Schlagzeilen: Das südamerikanische Land ist der weltweit größte
Hersteller von Kokain, es ist das Land mit den meisten Entführungen,
und es ist seit Jahrzehnten durch einen erbarmungslosen Binnenkrieg
und korrupte Beamte auf allen Ebenen gelähmt. Da ist die Nachricht
umso erfreulicher, die jetzt aus dem gebeutelten südamerikanischen
Land kommt: Kolumbien exportiert Kaffee nach Europa, der von
ehemaligen Kokabauern angebaut wird. Die Exportmenge ist noch übersichtlich:
Die Londoner Firma Wakefield will immerhin acht Container mit jeweils
17,5 Tonnen Bio-Rohkaffee einkaufen, das französische Unternehmen
Andines nimmt dagegen zunächst nur 5000 Pfund-Päckchen Röstkaffee
ab. Für die kolumbianische Kooperative Cosurca sind diese Verkäufe
dennoch ein Riesenerfolg. «Das ist noch längst nicht das Ende dieser
Geschichte, dies ist der Anfang eines neuen Wirtschaftsmodells für
einen gerechten Handel auf internationaler Ebene», frohlockt Geschäftsführer
René Ausecha, der die Handelsabschlüsse am Mittwoch in Bogotá
bekannt gab. Rund 1200 Familien aus Popayán im Süden der Region
Cauca haben sich dem von der UNO unterstützten Projekt angeschlossen.
Mehr als 200 Hektar Koka-Felder wurden in dem Grenzgebiet zu Ecuador
nach Angaben von Cosurca seit 1999 vernichtet und mit Kaffeepflanzen
bestückt, die übrigens ohne Düngemittel gezogen werden. Doch die
breite Masse der Bevölkerung konnte die Kooperative damit noch nicht
erreichen. «Wir haben hier ständig mit sozialen Spannungen zu kämpfen»,
erläutert die Technische Leiterin, Luz Dari Menezes. Viele
Koka-Bauern hielten die Idee, ihren Lebensunterhalt durch den Anbau
von Kaffee zu verdienen, schlicht für «unmöglich», berichtet sie.
Schließlich lässt sich mit Koka-Pflanzen viel Geld verdienen -
viermal so viel wie etwa durch den Anbau von Gemüse. «Die Leute hier
waren mit Sicherheit reich», berichtet Dari Menezes über diejenigen,
die sich dennoch für den Ausstieg aus dem Drogengeschäft
entschlossen haben. «Sie haben sich Autos gekauft, Motorräder und
Waffen. Aber wir haben ihnen klar gemacht, dass Geld nicht alles ist,
was zählt.» 30/03/04
:
Flucht
nach Hamburg - Stiftung für politisch Verfolgte unterstützt
Kolumbianer
in Not
Von Oliver Spies (epd) - Hamburg (epd). Plötzlich steht ein neuer
Name auf dem Klingenschild: 30/03/04:
Romero-Tage
in Hamburg: Exil-Kolumbianer berichtet -
Hamburg
(epd). Anlässlich der 17. Romero-Tage in Hamburg berichtet Humberto
Londoño am Freitag, 2. April, über «Vertriebene in Kolumbien». Der
Anwalt und Menschenrechtler ist seit Juni Gast der «Hamburger
Stiftung für politisch Verfolgte». Die Veranstaltung beginnt um 20
Uhr in der Bramfelder Laterne (Berner Chaussee 58), 21/03/04
: Ermittlungen
in Kolumbien nach Tod von elf Menschen
- Bogotá
(dpa) - Die kolumbianische Staatsanwaltschaft hat am Sonntag
Ermittlungen wegen der versehentlichen Erschießung von elf Menschen,
darunter sieben Polizisten, durch das Militär aufgenommen. Eine
Anti-Guerilla-Einheit der Streitkräfte hatte die Polizisten und deren
Begleiter am Vortag in der Provinz Nariño im Südwesten des Landes
mit Rebellen verwechselt und das Feuer eröffnet, teilte das
Verteidigungsministerium weiter mit. Nach ersten Erkenntnissen habe es
keine Funkverbindung zwischen den Polizisten und den Militärs
gegeben, hieß es. Erst am Donnerstag vergangener Woche waren drei
Soldaten ums Leben gekommen und zahlreiche andere verletzt worden, als
sie von einer anderen Einheit beschossen wurden. Nariño an der Grenze
zu Ecuador ist seit Monaten Schauplatz schwerer Kämpfe zwischen dem
Militär und linken Rebellen. 18/03/04
: Geheimpolizei:
Rebellenführer in Kolumbien gefasst -
«Der Muslim» soll Selbstmordattentäter rekrutiert haben - Bogotá,
18. März (AFP) - Die kolumbianische Polizei hat nach eigenen Angaben
einen Mann festgenommen, der Jugendliche für Selbstmordanschläge
linksgerichteter Rebellen gegen Staatspräsident Alvaro Uribe
rekrutiert haben soll. Der Chef der Geheimpolizei DAS, Jorge Noguera,
sagte am Mittwoch (Ortszeit), der 40-jährige Luis Hipólito Ospina
Guzmán, genannt «der Moslem», sei ein Führungsmitglied
Guerillaorganisation Revolutionäre Streitkräften Kolumbiens (FARC).
Er sei 1986 zum Islam konvertiert und habe in der Nähe des zwischen
1998 und 2002 von der Guerilla kontrollierten Gebiets in der Größe
der Schweiz Jugendliche im Alter zwischen zwölf und 19 Jahren für
die Anschläge ausgebildet. Laut Noguera waren auch
Selbstmordattentate gegen Einrichtungen von Militär und Polizei
geplant. Ospina Guzmán habe wegen seiner Sprachkenntnisse - unter
anderem Englisch, Arabisch und Deutsch - auch als «FARC-Verbindungsmann
zu anderen terroristischen Gruppen» gewirkt. 17/03/04
:
Mehr als 150 kolumbianische Rebellen seit Mitte Februar getötet - Bogotá
(dpa) - Bei Kämpfen mit linken Rebellen hat das kolumbianische Militär
nach eigenen Angaben seit Mitte Februar 16/03/04
:
Streik bei Coca-Cola in Kolumbien
- Buenos
Aires (epd). In Kolumbien streiken Coca-Cola-Arbeiter in mehreren Städten
gegen die Schließung von Abfüllfabriken und die Verfolgung von
Gewerkschaftern. Die kolumbianische Tageszeitung «El Tiempo»
berichtete am Dienstag in ihrer Online-Ausgabe, im vergangenen Jahr
habe der Getränkekonzern in dem südamerikanischen Land bereits 14
Fabriken geschlossen und 500 Beschäftigte entlassen. 15/03/04
:
Mindestens
18 Tote bei Kämpfen in Kolumbien - Bogotá
(dpa) - Bei neuen Kämpfen zwischen kolumbianischen Streitkräften und
linken Rebellen sind mindestens 18 Menschen getötet 11/03/04:
Senator
wirft kolumbianischen Paramilitärs Kannibalismus vor
- Bogotá
(dpa) - Der kolumbianische Senator Gerardo Jumi hat rechte Paramilitärs
des Kannibalismus beschuldigt. Sie hätten in einem kleinen Ort der
Region Sierra Nevada de Santa Marta im Norden des Landes zwei
Mitglieder des Indio-Volkes der Arahuac umgebracht und teilweise
aufgegessen, berichtete die Zeitung «El Tiempo» am Donnerstag unter
Berufung auf den Politiker. Anschließend hätten die Mitglieder der
extrem rechten «Einheiten zur Selbstverteidigung Kolumbiens» (AUC)
gebratene Teile ihrer Opfer unter den ahnungslosen Bewohnern des Ortes
verteilt. Indios leiden besonders unter dem bürgerkriegsähnlichen
Konflikt in Kolumbien, weil sie meist abseits der relativ sicheren größeren
Städte leben. Die AUC sind wegen ihrer meist grausamen Übergriffe
auf die Zivilbevölkerung gefürchtet und stehen auf der Terrorliste
der USA und der Europäischen Union (EU). Nach Angaben des Militärs
starben während der vergangenen Tage bei Kämpfen in verschiedenen
Landesteilen elf Paramilitärs und zehn Rebellen der marxistischen «Revolutionären
Streitkräfte Kolumbiens» (FARC). Die FARC bekämpfen den Staat
bereits seit fast 40 Jahren. 10/03/04
:
Kriegsberichterstattung: Presse-Institut beklagt «tödliche Kosten»
- Wien (epd).
Das Internationale Presse-Institut hat die «tödlichen Kosten» der
Kriegsberichterstattung beklagt. 2003 sei eines der blutigsten Jahre für
Kriegsreporter gewesen, erklärte das Institut am Mittwoch in Wien.
Alleine im Irak seien während und nach dem Krieg 19 Journalisten getötet
worden. Diese Erfahrung zeige, dass sich Medien mehr mit
Sicherheitsfragen auseinander setzen müssten. Außer im Irak kamen
den Angaben zufolge in 19 weiteren Ländern 45 Journalisten ums Leben.
Die gefährlichste Region sei Asien gewesen, wo 19 Reporter getötet
wurden. Sieben von ihnen auf den Philippinen und je drei in Nepal und
Indien. In Südamerika starben den Angaben zufolge 17 Journalisten in
Ausübung ihres Berufes, davon neun in Kolumbien. Das Land sei für
Medienvertreter weiterhin eines der gefährlichsten der Welt. In
Brasilien kamen vier Journalisten ums Leben. In Europa wurden laut dem
Presse-Institut vier Journalisten getötet, drei in Russland und einer
in der Ukraine. In zahlreichen Staaten der Region gebe es
Auseinandersetzungen zwischen Medien und Regierungen. Zwei weitere
Medienvertreter starben in Afrika, zwei im Nahen Osten. Ein Reporter
kam den Angaben zufolge in Iran als Folge eines Verhörs ums Leben. 09/03/04
:
Ingrid Betancourt nach Angaben ihrer Entführer gesund" -
FARC: Wenig Hoffnung auf baldige Freilassung der Geiseln - Bogotá,
9. März (AFP) - Die seit zwei Jahren verschleppte 09/03/04
:
FARC-Führungsmitglied
Palmera bekennt sich vor Gericht zu Guerilla -
Erste öffentliche
Anhörung im Prozess wegen Entführung - Bogotá, 9. März (AFP) - Das
Anfang Januar in Ecuador festgenommene FARC-Führungsmitglied Ricardo
Palmera hat sich bei seiner ersten öffentlichen Anhörung vor Gericht
zu der kolumbianischen Guerillagruppe bekannt. Er übernehme die
Verantwortung für seine Verbindung zu den Revolutionären Streitkräften
Kolumbiens (FARC) als Akt der Rebellion gegen den Staat», sagte
Palmera alias Simón Trinidad am Montag vor einem Gericht der
nordkolumbianischen Stadt Valledupar. Palmera wurde per Videoschaltung
aus dem Hochsicherheitsgefängnis von Cómbita, 120 Kilometer nördlich
von Bogotá, zugeschaltet. Er muss sich vor dem Gericht wegen der Entführung
des ehemaligen Bürgermeisters von Valledupar und dessen Bruder im März
1998 verantworten. Palmera war Anfang Januar in der ecuadorianischen
Hauptstadt Quito festgenommen worden, wo er sich wegen einer
Krebserkrankung operieren lassen wollte. Seit dem 10. Januar sitzt er
im Hochsicherheitsgefängnis von Cómbita ein. Dem ranghöchsten 09/03/04:
Kolumbianischer Guerillaführer bekennt sich zu Rebellion -
Gerichtsverfahren mit Video-Übertragung in die Zelle - Bogota
(AP) Der bisher höchstrangige Guerillaführer in kolumbianischer Haft
hat zu Beginn seines Prozesses den Anklagepunkt der Rebellion
gestanden, die Vorwürfe von Mord und Entführung aber zurückgewiesen.
`Ich übernehme die volle Verantwortung für meine Verbindung mit der
FARC als Akt der Rebellion gegen den Staat", sagte am Montag
Ricardo Palmera, der als Kommandeur bei den Revolutionären Streitkräften
Kolumbiens (FARC) Simon Trinidad genannt wurde. Palmera steht nicht
persönlich vor Gericht, sondern ist über eine Video-Übertragung aus
seiner Zelle zugeschaltet. Es ist das erste Mal, dass dieses Verfahren
in der kolumbianischen Justiz zum Einsatz kommt. Die Behörden hatten
das Risiko eines Transports vom Gefängnis Combita nördlich der
Hauptstadt Bogota in die 700 Kilometer nördlich gelegene Stadt
Valledupar als zu hoch eingeschätzt. Palmera wird beschuldigt, 1998
die Entführung des damaligen Bürgermeisters von Valledupar, Elias
Ochoa Daza, und seines Bruders Eliecer angeordnet 03/03/04 : Besprühung von Kokafeldern in Kolumbien um 84 Prozent gestiegen US-Regierungsbeamter: Entlaubungsflüge «immer gefährlicher» - Washington, 3. März (AFP) - Die Besprühung von Kokafeldern im Kampf gegen Drogenanbau in Kolumbien ist zu Jahresbeginn massiv verstärkt worden. Im Vergleich zum Vorjahr seien die Entlaubungsflüge im Januar und Februar um 84 Prozent gestiegen, sagte der für die Drogenbekämpfung zuständige US-Regierungsbeamte Robert Charles am Mittwoch vor dem Unterausschuss für Drogenbekämpfung des US-Repräsentantenhauses in Washington. Bis 29. Februar seien mehr als 29.000 Hektar Kokafelder zerstört worden. Charles räumte ein, dass die Entlaubungsflüge wegen der linksgerichteten Guerillagruppen, die sich zu einem großen Teil aus Drogengeldern finanzieren, «immer gefährlicher» würden. Er verwies auf den Abschuss eines Flugzeuges am 13. Februar vergangenen Jahres durch die linksgerichtete Guerillaorganisation Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens (FARC). Drei US-Bürger, die sich in dem Flugzeug befanden, wurden von der FARC verschleppt. Allein imvergangenen Jahr hätten die USA vier Flugzeuge in Kolumbien verloren, sagte Charles. Die Entlaubungsflüge im Rahmen des von den USA massiv unterstützten Anti-Drogenprogramms «Plan Colombia» sind äußerst umstritten, da die Felder mit Kokapflanzen aus der Luft mit hoch giftigen Substanzen besprüht werden und auch andere Pflanzungen zerstören. Koka ist der Rohstoff für die Herstellung von Kokain. Die Zerstörung der Kokafelder gehört zu den Prioritäten des rechtsgerichteten Staatspräsidenten Álvaro Uribe. 28/02/04 : Kolumbien überstellt mutmaßliche Drogenbosse an US-Justiz - Bogotá/New York, 28. Februar (AFP) - Die kolumbianischen Behörden haben sieben mutmaßliche Drogenbosse an die US-Justiz überstellt. Wie die Polizei in Bogotá am Freitag (Ortszeit) mitteilte, müssen sich die Beschuldigten wegen Rauschgifthandels und Geldwäsche verantworten. Einem der sieben Kolumbianer, Ramiro López Imitola, wirft die New Yorker Justiz vor, als Chef des in Kolumbien und Venezuela angesiedelten Drogennetzwerks «Organisation» seit 1997 mehr als zwei Tonnen Heroin im Wert von 200 Millionen Dollar (161 Millionen Euro) in die USA eingeschleust zu haben. Der Anklage zufolge schickte der im April 2003 in Kolumbien gefasste López Imitola monatlich bis zu 60 Drogenkuriere per Flugzeug in die USA, häufig in der Business Class. Im Falle seiner Verurteilung droht ihm lebenslange Haft. 27/02/04 UN-Gesandter prangert Journalistenmorde in Kolumbien an : Bogota (AP) Die Vereinten Nationen haben Kolumbien vorgeworfen, Morde gegen Journalisten nicht aggressiv genug aufzuklären. Ambeyi Ligabo, ein f}r Pressefreiheit zuständiger UN-Beamter, sagte am Freitag in Bogota, im vergangenen Jahr seien in dem südamerikanischen Land sieben Journalisten ermordet worden und in keinem einzigen Fall sei auch nur ein Verdächtiger festgenommen worden. `Der Kampf gegen Straflosigkeit sollte von höchster Priorität sein", sagte Ligabo. F}r die Medien in Kolumbien werde es zunehmend schwieriger, ihre Unabhängigkeit zu bewahren. Journalisten würden regelmäßig von Aufständischen, Drogenhändlern und korrupten Beamten bedroht. `All diese Faktoren führen nicht zu einer Atmosphäre f}r die Entwicklung von Meinungsfreiheit, die eine Voraussetzung für Demokratie ist." Alle Beteiligten im 40-jährigen Bürgerkrieg, einschließlich die Regierung von Präsident Alvaro Uribe, hätten Intoleranz gegen Andersdenkende gezeigt. Uribe hat beispielsweise Menschenrechtsgruppen und Nicht-Regierungsorganisationen, die sein Vorgehen gegen die linksgerichteten Rebellen kritisch begleiteten, als Feiglinge und Sympathisanten von Terroristen bezeichnet. 27/02/04 : Französische Geisel in Kolumbien nach fünf Wochen frei. Bogotá, 27. Februar (AFP) - Kolumbianische Paramilitärs haben einen französischen Studenten nach fünf Wochen aus ihrer Geiselhaft entlassen. Der 27-jährige Jurastudent aus Paris sei in der Provinz Magdalena rund tausend Kilometer nördlich von Bogotá dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) übergeben worden, teilte ein Diplomat am Freitag in der kolumbianischen Hauptstadt mit. Der Franzose sei bei «sehr guter Gesundheit». Einzelheiten über die Zeit der Geiselhaft bei den ultrarechten Vereinigten Selbstverteidigungskräften Kolumbiens (AUC) in der Sierra Nevada wurden zunächst nicht bekannt gegeben. Der Mann war am 15. Januar verschleppt worden. Ein weiterer 23-jähriger Franzose wird seit Anfang Januar vermisst, nachdem er von Brasilien in die südliche Amazonas-Region eingereist war. In Kolumbien sind Entführungen an der Tagesordnung. Seit zwei Jahren befindet sich die französisch-kolumbianische Politikerin Ingrid Betancourt in der Gewalt der linksgerichteten Guerillaorganisation Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens (FARC). 25/02/04 ; Mindestens
15 Tote bei Kämpfen in Kolumbien - Bogotá (dpa) -
Bei schweren Gefechten im Südwesten Kolumbiens sind
mindestens elf Soldaten und vier linke Rebellen getötet
worden. Die Soldaten hätten versucht, einen Überfall
der Guerilleros auf den Ort Santa María in der Provinz
Huila zu verhindern, sagte General Martín Carreño am
Mittwoch. Die Soldaten seien von den Rebellen der
marxistischen «Revolutionären Streitkräfte
Kolumbiens» (FARC) mit automatischen Waffen,
Handgranaten sowie sprengstoffgefüllten Gasflaschen
angegriffen worden. Bei den fünfstündigen Kämpfen
wurden den Angaben zufolge vier weitere Soldaten
verwundet. Die Rebellen hätten sich anschließend
zurückgezogen, sagte Carreño. 24/02/04 : Kolumbianische
Autorin Restrepo erhält Alfaguara-Preis - Madrid
(epd). Die kolumbianische Schriftstellerin Laura Restrepo
(53) hat in Spanien den mit 138.000 Euro dotierten 24/02/04 : Kolumbien
kauft gebrauchte Kampfpanzer von Spanien - Bogotá,
24. Februar (AFP) - Kolumbien hat von Spanien für sechs
Millionen Dollar (4,8 Millionen Euro) gebrauchte
Kampfpanzer 24/02/04 : Morddrohungen
wegen Kritik an Kolumbiens Präsident Uribe - Mann
von Entführungsopfer sieht Rechtsextreme am Werk -
Bogotá, 24. Februar (AFP) - Der Mann der seit zwei
Jahren von linksgerichteten Rebellen verschleppten
kolumbianischen Politikerin Ingrid Betancourt hat eigenen
Angaben zufolge wegen seiner Kritik an Präsident Alvaro
Uribe anonyme Morddrohungen erhalten. Juan Carlos
Lecompte sagte der Nachrichtenagentur AFP in Bogotá am
Montag (Ortszeit), der anonyme Anrufer habe ihm gedroht,
ihn «zum Schweigen» zu bringen, sollte er nicht den
Mund halten. «Wenn Dir Uribe nicht gefällt, scher dich
aus dem Land», sagte der Anrufer demnach weiter.
Lecompte antwortete nach eigenen Angaben: «Mir gefällt
Alvaro Uribe nicht, aber ich liebe Kolumbien.» Er werde
solange nicht schweigen, bis seine Frau freikomme.
Lecompte vermutet, dass rechtsextreme paramilitärische
Gruppen hinter den Drohungen stecken. 23/02/04 : Bei
Gefechten in Kolumbien 60 Menschen binnen 24 Stunden
getötet - Links- und rechtsgerichtete Rebellen unter
den Opfern - Bogotá, 23. Februar (AFP) - Bei einer
Offensive der kolumbianischen Armee gegen linke Rebellen
und rechte Paramilitärs sind nach Militärangaben binnen
24 Stunden mindestens 60 Menschen getötet worden. Allein
bei einem Einsatz auf einer Landstraße nahe Villanueva
im Nordosten des Landes seien 21 Paramilitärs und zehn
Soldaten getötet worden, hieß es am Sonntag aus
Militärkreisen. Ein weiteres Mitglied der
rechtsgerichteten Paramilitärs sei in Apia im westlichen
Verwaltungsgebiet Risaralda getötet worden. Die Armee
beschlagnahmte nach eigenen Angaben 38 Sturmgewehre
russischer Bauart, Maschinengewehre, Granaten, Landminen,
Funkgeräte und Militäruniformen. Bei einem weiteren
Vorfall in Llano Grande im Nordwesten seien 17 Mitglieder
der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC)
getötet worden. Vier weitere FARC-Mitglieder seien bei
Kämpfen 22/02/04: Demonstration
für Freilassung von Ingrid Betancourt - Paris (AP)
Mehrere hundert Menschen haben am Sonntag in Paris für
die Freilassung der von Guerilleros verschleppten
Politikerin Ingrid Betancourt demonstriert. Die
18-jährige Tochter Melanie warf der kolumbianischen
Regierung vor, die Freilassung ihrer Mutter nicht
entschieden genug zu betreiben. Einige Demonstranten
trugen Plakate mit der Forderung nach einem
Waffenstillstand und Verhandlungen mit der
kolumbianischen Guerillabewegung FARC. Am (morgigen)
Montag jährt sich zum zweiten Mal der Tag, an dem
Betancourt als Präsidentschaftskandidatin verschleppt
worden war. 22/02/04 : Bei
Gefechten in Kolumbien 48 Menschen binnen 24 Stunden
getötet -Bogotá, 22. Februar (AFP) - Bei mehreren
Angriffen der kolumbianischen Armee gegen linke Rebellen
und rechte Paramilitärs sind nach Militärangaben binnen
24 Stunden 48 Menschen getötet worden. Bei einem Einsatz
in Villanueva im Nordosten des Landes seien 21
Paramilitärs und sechs Soldaten getötet worden, hieß
es am Sonntag aus Militärkreisen. In Llano Grande im
Nordwesten seien 17 Mitglieder der Revolutionären
Streitkräfte Kolumbiens (FARC) getötet worden. Die
Regierung in Bogotá und rechte Paramilitärs hatten zwar
im Juli vergangenen Jahres ein Abkommen geschlossen, dass
20.000 Paramilitärs bis Ende 2005 die Waffen abgeben
sollen. Viele Splittergruppen boykottieren dieses
Abkommen aber. Die FARC, mit rund 17.000 Kämpfern die
größte Rebellenorganisation Kolumbiens, lehnt
Verhandlungen mit der Regierung ab. Sie fordert die 22/02/04 : Roms
Bürgermeister demonstriert in Bogotá für Freiheit
Betancourts - Bogotá (dpa) - Der Bürgermeister
Roms, Walter Veltroni, und hunderte weitere Menschen
haben in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá für die
Freilassung der früheren Präsidentschaftskandidatin
Ingrid Betancourt aus der Geiselhaft linker Rebellen
demonstriert. Zugleich forderten die Teilnehmer der
Kundgebung am Samstag, dass die marxistischen
«Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens» (FARC) auch
alle anderen festgehaltenen Geiseln freigeben sollten.
Die Entführung Betancourts im Süden des Landes jährt
sich an diesem Montag zum zweiten Mal. Rom ist eine von
mehr als 1000 Städten weltweit, die Betancourt zur
Ehrenbürgerin erklärt haben. Die Bemühungen um einen
Austausch der FARC-Geiseln gegen inhaftierte Rebellen
treten seit Jahren auf der Stelle. 21/02/04: Spanien
unterstützt Kolumbien im Kampf gegen Rebellen - Aznar
will ELN auf EU-Terrorliste setzen - Cartagena (AP)
Der spanische Ministerpräsident Jose Maria Aznar 20/02/04 : Betancourt:
«USA gegen humanitäre Lösung der Geiselfrage»Paris
(dpa) - Die Schwester der in Kolumbien verschleppten
grünen Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt,
Astrid Betancourt, hat den USA vorgeworfen, eine
humanitäre Lösung des schon zwei Jahre andauernden
Geiseldramas zu verhindern. Die kolumbianische Regierung
habe eine von der Kirche vermittelte Verständigung in
letzter Minute platzen lassen, sagte Astrid Betancourt
der Pariser Zeitung «France Soir» (Freitagausgabe).
Ingrid Betancourt war am 23. Februar 2002 von
linksgerichteten Rebellen der FARC (Revolutionäre
Bewaffnete Kräfte Kolumbiens) verschleppt worden. Als
letztes Lebenszeichen erhielt ihre Familie nach Angaben
ihrer Tochter Melanie im September 2003 eine Kassette mit
Videoaufnahmen vom Mai 2003. Präsident Alvaro Uribe
fährt einen harten Kurs gegen die Entführer. 19/02/04 : Weiterer
Franzose in Kolumbien vermisst- Bogotá, 19. Februar
(AFP) - In Kolumbien wird seit Januar ein weiterer
Franzose vermisst. Von dem 27-jährigen Jura-Studenten
gebe 16/02/04 : Kolumbien:
Kampagne für Wiederwahl von Präsident Uribe gestartet -
Buenos Aires (epd). In Kolumbien wollen Parteigänger von
Präsident Álvaro Uribe eine Wiederwahl des Staatschefs
ermöglichen, was die Verfassung bislang untersagt. Wie
die Tageszeitung «El Tiempo» am Sonntag (Ortszeit) in
ihrer Internetausgabe berichtete, starteten
Uribe-Anhänger eine Unterschriftensammlung für ihr
Ziel. In einer ersten Runde müssen 125.000
Unterschriften zusammenkommen, erklärte der Abgeordnete
Armando Benedetti. Hat die Wahlbehörde die Namen
geprüft und anerkannt, kann erst die eigentliche
Unterschriftensammlung für das Volksbegehren beginnen.
Die Freunde des Präsidenten müssen dann 1,2 Millionen
Unterschriften vorlegen, damit der Kongress sich mit
einer Verfassungsänderung befasst. Mehrere Abgeordnete
haben bereits einen Entwurf vorgelegt, der dem
Präsidenten eine zweite vierjährige Amtszeit
ermöglichen soll. 13/02/04 : Schröder
unterstützt Kolumbiens Kampf gegen den Terror-
Berlin (dpa) - Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD)
unterstützt Kolumbien in seinem Kampf gegen den
Terrorismus. Er befürworte den Wunsch des
südamerikanischen Landes, die Rebellengruppe ELN auf die
Terrorliste der EU zu setzten, sagte er am Freitag nach
einem Gespräch mit Präsident Alvaro Uribe in Berlin.
«Wir sehen mit großem Respekt» die Anstrengungen
Uribes im Kampf gegen den Terrorismus, der nicht nur mit
militärischen Mitteln ausgetragen werde, sondern auch
auf Integration setze. Uribe dankte für die
«nachdrückliche Unterstützung» Deutschlands.
Schröder zeigte sich besorgt über Geiselnahmen in
Kolumbien. Uribe traf sich bei seinem dreitägigen Besuch
unter anderem mit Außenminister Joschka Fischer
(Grüne), Innenminister Otto Schily (SPD) und
Wirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD). Bei den
Gesprächen ging es auch um engere
Wirtschaftsbeziehungen. Menschenrechtsorganisationen
kritisieren die prekäre Lage der 13/02/04 : Schröder
sagt Uribe Unterstützung beim «Anti-Terror-Kampf» zu
- Berlin, 13. Februar (AFP) - Bundeskanzler Gerhard
Schröder (SPD) hat dem kolumbianischen Präsidenten
Alvaro Uribe volle Unterstützung bei seinem «Kampf
gegen Terrorismus und Drogen» zugesagt. Auf einer
gemeinsamen Pressekonferenz in Berlin erklärten beide
Politiker, Deutschland werde sich dafür einsetzen, auch
die linksgerichtete Guerillaorganisation Nationales
Befreiungsheer (ELN) auf die EU-Liste von
«Terrororganisationen» setzen zu lassen. Bislang sind
dort bereits die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens
(FARC) aufgeführt, die älteste und mit rund 17.000
Kämpfern größte Guerillagruppe Lateinamerikas.
Schröder sicherte ferner zu, Kolumbien im Oktober dabei
zu unterstützen, dass die EU dem Andenland für weitere
zehn Jahre Zollpräferenzen gewährt. 13/02/04 : Schröder
lobt kolumbianischen Präsidenten für Kampf gegen Terror
- Berlin (epd). Bundeskanzler Gerhard Schröder hat
den kolumbianischen Präsidenten Àlvaro Uribe für seine
Bemühungen im Kampf gegen den Terrorismus gelobt. Uribe
habe nicht nur mit Mitteln der Sicherheitspolitik,
sondern auch durch Integration den Terror in seinem Land
geschwächt, sagte Schröder am Dienstag vor Journalisten
in Berlin. Zuvor war er zu einem knapp einstündigen
Gespräch mit Uribe zusammengetroffen. Schröder und
Uribe hoben die «engen und traditionellen Beziehungen» 13/02/04: Kolumbiens
Präsident Uribe in Berlin - Harte Haltung im Kampf gegen
die Guerilla bekräftigt - Berlin (AP) Kolumbiens
Präsident Alvaro Uribe ist am Freitag in Berlin von
Bundeskanzler Gerhard Schröder mit militärischen Ehren
empfangen worden. Der Hardliner und frühere
Bürgermeister von Medellin will dem seit nunmehr 40
Jahren andauernden Bürgerkrieg in seiner Heimat mit
Gewalt ein Ende setzen. Der 51-jährige sieht sich wegen
seines Kurses allerdings inzwischen kritischer Fragen der
EU-Außenminister nach seine Anti-Terror-Politik
ausgesetzt. Diese bezieht sich auf neue Vollmachten der
Streitkräfte, Verhaftungen oder Durchsuchungen ohne
richterliche Anordnung vorzunehmen. Vor seiner
Unterredung mit Schröder war Uribe auch mit
Außenminister Joschka Fischer zusammengetroffen.
Außerdem stand eine Unterredung mit Bundestagspräsident
Wolfgang Thierse auf dem Programm. Uribe sucht auf seiner
Europareise um internationale Unterstützung für seine
harte Linie nach. Am Vortag hatte er bei einer
Zwischenstation im Vatikan erklärt, wenn kriminelle
Gruppen den Staat angriffen, dann sei Gewalt
gerechtfertigt. Dies schließe Dialog nicht aus,
`vorausgesetzt, er führt zu Frieden und der
Wiederherstellung der Ordnung". Im vergangenen Jahr
hatte er mit seiner Forderung an Washington aufhorchen
lassen, in seinem Land militärisch zu intervenieren:
`Drogen und Terrorismus sind potenziell größere
Bedrohungen als Irak," erklärte er vor Beginn des
Irak-Krieges. Diesen Bedrohungen sollte nach seinen
Worten mit Mitteln entgegengetreten werden, die dem
US-Militäraufmarsch am Golf entsprächen. Der im Westen
ausgebildete Politiker hat mit den Guerilleros in seinem
Land eine persönliche Rechnung offen. Vermutlich
Mitglieder der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens
(FARC) erschossen 1983 seinen Vater. Schätzungsweise
3.500 Menschen fallen dem Bürgerkrieg in Kolumbien jedes
Jahr zum Opfer. Reisen nach Kolumbien gelten als
besonders riskant. Das Land gilt als größter
Kokain-Exporteur weltweit. Seit Uribes Amtsantritt ist
die Zahl der Gewalttaten nach einer Statistik des
Verteidigungsministeriums deutlich zurückgegangen. 12/02/04 : Kolumbiens
Präsident Uribe trifft Fischer, Schröder und Thierse -
Berlin, 12. Februar (AFP) - Zum Abschluss seines
Europabesuchs trifft der kolumbianische Präsident Alvaro
Uribe am Freitag (11.30 Uhr) in Berlin mit
Bundesaußenminister Joschka Fischer (Grüne) zusammen.
Anschließend (12.30 Uhr) wird der Präsident von
Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) mit militärischen
Ehren empfangen. Für den Nachmittag ist ein Gespräch
mit Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD)
vorgesehen. Uribe wirbt bei seinem Besuch um
Unterstützung für das Andenland. Deutschland ist - nach
den Vereinigten Staaten und nach Venezuela -
drittwichtigster Handelspartner für Kolumbien.
Menschenrechts- und Entwicklungsorganisationen fordern
die Bundesregierung auf, Hilfen für Kolumbien an
Fortschritte beim Schutz der Menschenrechte zu knüpfen. 12/02/04 : Misereor:
Uribe soll Menschenrechte stärker achten - Aachen
(KNA) Das katholische Hilfswerk Misereor hat Kolumbiens
Präsident Alvaro Uribe aufgefordert, in seinem Land
stärker die 12/02/04 : Präsident
der «harten Hand» auf Werbetour in Deutschland - Uribe
will kolumbianischer Guerilla den Garaus machen -
Menschenrechtler besorgt über kompromisslose Politik -
Berlin/Bogotá, 12. Februar (AFP) - Schon bei seinem
Amtsantritt vor eineinhalb Jahren versicherte der
kolumbianische Präsident Alvaro Uribe, er werde der
linken Guerilla den Garaus machen und dem seit 12/02/04 : Papst
ruft Kolumbianer zum Ende des Bürgerkriegs auf -
Vatikanstadt (KNA) Ein Ende des seit Jahrzehnten
anhaltenden Bürgerkriegs in Kolumbien hat Papst Johannes
Paul II. gefordert. 12/02/04 : Menschenrechtler
prangern Terror gegen Indianer in Kolumbien an Göttingen
(epd). Zum Auftakt des Besuchs von Kolumbiens Präsident
Álvaro Uribe in Berlin hat die Gesellschaft für
bedrohte Völker den «unaufhörlichen Terror» gegen die
Ureinwohner des südamerikanischen Landes angeprangert.
Die 700.000 Indianer seien Opfer von «Terror, Landraub
und Folter», erklärte die Menschenrechtsorganisation am
Donnerstag in Göttingen. In einem offenen Brief bat die
Gesellschaft für bedrohte Völker den kolumbianischen
Staatschef, die in der Verfassung festgeschriebene
Autonomie indianischer Territorien zu respektieren. Der
kolumbianische Staatschef will an diesem Freitag unter
anderen mit Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD)
zusammentreffen. Seit fast vierzig Jahren herrscht in
Kolumbien ein blutiger Bürgerkrieg zwischen linken
Guerilla-Gruppen, rechten Paramilitärs und der Armee.
«Alles deutet darauf hin, dass die Ureinwohner
systematisch terrorisiert und verfolgt werden», sagte
der Kolumbien-Experte der Gesellschaft, Theodor
Rathgeber. Zwischen Januar und September vergangenen
Jahres seien 76 Repräsentanten indianischer Völker
ermordet worden. Darüber hinaus seien in der Region
Sierra Nevada de Santa Marta im vergangenen Jahr 40
Angehörige des Konkuamos-Volkes getötet worden 12/02/04 : AFPrimetime/Vorschau
Kolumbiens Präsident Uribe wirbt um Unterstützung in
Deutschland - Berlin - Der kolumbianische Präsident
Uribe will zum Abschluss seines Europabesuchs auch in
Deutschland um Unterstützung für das Andenland werben.
Heute Abend (ab 17.30 Uhr) hält Uribe auf Einladung der
Lateinamerika-Initiative der Deutschen Wirtschaft in
Berlin einen Vortrag über Handels- und
Investitionsmöglichkeiten in Kolumbien. Für morgen ist
ein Arbeitsgespräch mit 26/01/04: Terroropfer aus aller Welt fordern
Ende der Gewalt - Zweitägige Konferenz in Madrid
eröffnet - Madrid (AP) Hunderte Terroropfer aus
Israel, Algerien und anderen Staaten haben am Montag zu
einem Ende der Gewalt in aller Welt aufgerufen. Der
Terrorismus könne nur erfolgreich bekämpft werden, wenn
die Staatengemeinschaft eine gemeinsame Front bilde,
sagte der Spanier Javier Romeo Pastor, der 1991 einen
Briefbombenanschlag der 26/01/04: OAS vermittelt bei Verhandlungen mit
Paramilitärs in Kolumbien - Buenos Aires (epd). Die
Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) 23/01/04: EU und UNO setzen sich für
Gefangenenaustausch in Kolumbien ein - Uribe hält an
militärischer Lösung des Konflikts fest - 23/01/04: Mindestens 40 Tote bei Kämpfen in
kolumbianischer Drogenregion - Bogotá (dpa) - Bei
schweren Kämpfen zwischen linken Rebellen und rechten
Paramilitärs um die Kontrolle des Drogenanbaus sind im
Norden Kolumbiens mindestens 40 Menschen getötet worden.
Guerilleros 22/01/04: Junge Anwältin wird
Antikorruptions-Beauftragte in Kolumbien - Bogotá,
22. Januar (AFP) - In Kolumbien ist eine junge Anwältin
zur 22/01/04: Patten kritisiert US-gestützte
Anti-Drogenpolitik Kolumbiens - 22/01/04: Mit Schach und Würfelspielen gegen
Kolumbiens Guerilleros - Bogotá (dpa) - Kolumbiens
Regierung setzt im blutigen Konflikt mit 21/01/04: CIA-Chef Tenet soll in Prozess zu
Waffenschmuggel für FARC aussagen - Lima (dpa) - Der
Leiter des US-Geheimdienstes CIA, George Tenet, soll im
Prozess gegen Perus früheren Geheimdienstchef Vladimiro 20/01/04: FARC nach Anschlag auf Ölpipeline
wieder im Kampf gegen Regierung - Zwei Polizisten an
Straßensperre erschossen - 16/01/04: EU: 250 Millionen Euro für Lateinamerika
- Brüssel (KNA) Mit mehr als 250 Millionen Euro
will die EU-Kommission die Entwicklung von Demokratie und
Wohlstand in Lateinamerika unterstützen. Das Geld solle
etwa für Bildung, nachhaltige Entwicklung und
Modernisierung eingesetzt werden, teilte die Brüsseler
Behörde am Freitag mit. Der Beschluss zeige 15/01/04: Kolumbianischer Drogenhändler von Panama
an USA ausgeliefert - Panama-Stadt (dpa) - Panama hat
am Mittwoch einen kolumbianischen Drogenhändler an die
USA ausgeliefert. Es handelt sich um den in der vorigen
Woche im Süden des Landes festgenommenen Jesús Henao
Montoya, einen der mutmaßlichen Anführer des
kolumbianischen Kartells Valle del Norte del Cauca. Wie
das Außenministerium in Panama-Stadt am Mittwoch
mitteilte, kam die Regierung damit einem Ersuchen der
US-Botschaft nach. Kolumbien hatte ebenfalls die
Auslieferung beantragt. In den USA droht Henao eine
lebenslange Freiheitsstrafe. 13/01/04: «Kirchen-Vermittlung zu
Freilassung Betancourts noch vergeblich»-Paris (KNA)
Kirchliche Vermittlungsbemühungen zur Freilassung der in
Kolumbien im Februar 2002 entführten grünen
Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt sind
bislang vergeblich geblieben. Es habe bei den geheimen
Verhandlungen zwischen den Entführern der FARC-Rebellen
und der Regierung bislang keine Annäherung der
Positionen gegeben, zitierte die französische
Tageszeitung «Le Figaro» am Dienstag Betancourts
Schwester Astrid. Die Rebellen seien offenbar weiter an
einer Verhandlungs-Lösung interessiert. Sprecher der
Entführer hätten unterdessen mitgeteilt, Betancourt sei
bei guter Gesundheit. Die Politikerin ist das
prominenteste Entführungsopfer in Kolumbien. Besonders
in Frankreich und Belgien wurde ihr Schicksal mit
Aufmerksamkeit verfolgt. Von zahlreichen Kommunen wurde
sie nach ihrer Entführung zur Ehrenbürgerin erklärt.
Die FARC-Rebellen halten noch mindestens 20 weitere
Politiker als Geiseln gefangen, außerdem nahezu 50
Militärs, drei US-Bürger sowie geschätzte 800
Zivilisten. Sie verlangen vor allem einen Austausch mit
rund 400 in Gefängnissen einsitzenden FARC-Rebellen. 13/01/04: 13 Rebellen in Kolumbien getötet
- Bogota (AP) Bei gewaltsamen Zusammenstößen zwischen
Soldaten und Rebellen im Westen Kolumbiens sind nach
Armeeangaben 13 Aufständische getötet worden. Sieben
Mitglieder der Nationalen Befreiungsarmee (ELN) kamen in
einem einzigen Gefecht bei El Tambo rund 400 Kilometer
südwestlich von Bogota ums Leben, wie die Streitkräfte
am Montag mitteilten. Im Nordwesten des Landes kämpften
Soldaten an drei Stellen gegen Einheiten der
Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC). Dabei
wurden den Angaben zufolge sechs Rebellen getötet. 12/01/04: FARC bereit zur Freilassung von
Betancourt bei Gefangenenaustausch - Politikerin ist
nach Angaben von Guerilla-Vizechef gesund - Paris, 12.
Januar (AFP) - Die seit zwei Jahren verschleppte
französisch-kolumbianische Politikerin Ingrid Betancourt
könnte nach Angaben ihrer Entführer bald auf freien
Fuß kommen. Die 42-Jährige sei bei guter Gesundheit und
warte auf einen Gefangenenaustausch, sagte der Vize-Chef
der Rebellenorganisation Revolutionäre Streitkräfte
Kolumbiens (FARC), Paul Reyes, dem Fernsehsender TV5 in
einem am Montag ausgestrahlten Interview. Betancourt
wisse «genau, dass ihre Freilassung von einem derartigen
humanitären Austausch abhängt», betonte der als
«Außenminister» der FARC geltende Reyes und bot der
Pariser Regierung erneut Verhandlungen an. 11/01/2004: Kolumbianischer Drogenboss in Panama gefasst -Panama-Stadt (dpa) - Die Polizei in Panama hat im Süden des Landes einen mächtigen kolumbianischen Drogenboss festgenommen. Wie die Behörden am Sonntag mitteilten, handelt es sich um den 50-jährigen Arcángel de Jesús Henao Montoya, einen der Chefs des so genannten Kartells Norte del Valle. Er sei einer der meistgesuchten Drogenhändler des Nachbarlandes und stehe auch auf den Fahndungslisten der USA. Die Regierung Kolumbiens beantragte bereits seine Auslieferung. 09/01/2004: Vergangenes Jahr weltweit 91
Journalisten bei der Arbeit getötet -
Australien/Irak/Kolumbien/Medien/Konflikte/Menschenrechte 09/01/2004: Mutmaßlicher Waffenschmuggler
in Berlin in Auslieferungshaft - Berlin, 9. Januar
(AFP) - Der Ukrainer, der unter dem Verdacht des
Waffenschmuggels für die kolumbianische Guerilla vor
Weihnachten festgenommen worden war, befindet sich in
Berlin in vorläufiger Auslieferungshaft. Einen
entsprechenden Beschluss fasste das 06/01/2004: FARC-Rebellen wollen Betancourt
nicht freilassen - Rebellen wollen nach Trinidads
Festnahme keine Schwäche zeigen - Bogotá, 6. Januar
(AFP) - Die Rebellen der Revolutionären Streitkräfte
Kolumbiens (FARC) wollen die vor knapp zwei Jahren
verschleppte Politikerin Ingrid Betancourt auch nach der
Festnahme ihres Führungsmitglieds Simon Trinidad nicht
freilassen. Zum jetztigen Zeitpunkt könne die
Freilassung von Betancourt oder weiteren Geiseln als
Zeichen der Schwäche ausgelegt werden, sagten Mitglieder
der Rebellenorganisation am Dienstag der
Nachrichtenagentur AFP. Die Mutter der ehemaligen
Präsidentschaftskandidatin, Yolanda Pulecio, rechnete
damit, dass Trinidads Festnahme den Geiseln schaden
könne: «Ich bin nach dieser Festnahme sehr besorgt und
verängstigt», sagte sie AFP. Es sei nicht abzusehen,
was Regierung und Rebellen «im Zuge dieses
Trophäenkrieges» voneinander verlangen würden. Dagegen
sagte die ehemalige kolumbianische Außenministerin Maria
Emma Mejia, Trinidad könne zur Wiederaufnahme der
Verhandlungen beitragen und von seiner Zelle aus eine
Rolle dabei 06/01/2004: Anführer kolumbianischer
Paramilitärs in Medellín ermordet - Bogotá, 6.
Januar (AFP) - Ein Anführer einer paramilitärischen 05/01/2004: FARC spielt Festnahme von
Führungsmitglied Trinidad herunter - Reyes:
Mitbegründer ist lediglich «sehr wichtiger Guerillero»
- Bogotá, 5. Januar (AFP) - Die kolumbianische
FARC-Guerilla FARC hat 05/01/2004: Kolumbianische Armee und
Polizei in Alarmbereitschaft versetzt - Gefasster
FARC-Führer war wegen Krebsoperation in Quito - 04/01/2004: Einflussreicher Anführer der
kolumbianischen Guerilla festgenommen - Regierung in
Bogotá gelingt Schlag gegen FARC-Rebellen - Bogotá/Quito,
4. Januar (AFP) - Mit der Festnahme eines der 04/01/2004: Festgenommener FARC-Anführer
nach Bogotá gebracht - 03/01/2004: Führungsmitglied der
kolumbianischen FARC-Rebellen festgenommen - Bogotá
(dpa) - Das Führungsmitglied der mächtigen
kolumbianischen FARC-Rebellen, Juvenal Ricardo Palmera
alias Simón Trinidad, ist im Grenzgebiet zum Nachbarland
Ecuador festgenommen worden. Es handele sich um den
schwersten Schlag gegen die marxistischen
«Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens» (FARC) seit
dem Amtsantritt von Präsident Alvaro Uribe im August
2002, sagte ein Sprecher des kolumbianischen
Geheimdienstes am Samstag. 03/01/2004: Geheimdienst: Einflussreicher
FARC-Anführer festgenommen - Bogotá, 3. Januar
(AFP) - Einer der einflussreichsten Anführer der
linksgerichteten kolumbianischen FARC-Guerilla ist nach 03/01/2004: Komitee: 36 Journalisten kamen
2003 bei der Arbeit ums Leben - New York (epd). 36
Journalisten sind nach Angaben des 03/01/2004:
Vom Knast zur
Amtseinführung und wieder zurück 01/01/2004: 40 Tote bei Guerilla-Angriff in
Kolumbien - Überfall auf rechtsgerichtete Miliz -
Bogota (AP) Kolumbianische Guerilleros haben ein Dorf im
Norden des Landes überfallen und mindestens 40 Menschen
getötet. Die meisten Opfer waren nach Polizeiangaben
Mitglieder einer 31/12/2003:
Mindestens 40
Tote bei schweren Kämpfen in Kolumbien - 30/12/2003: Fünf mutmaßliche Spanier in
Kolumbien getötet - 30/12/2003: 2003 wurden 29 Missionare
getötet - Rom (KNA) Weltweit sind in diesem Jahr 29
Missionare getötet worden. Wie der vatikanische
Missionspressedienst «Fides» am Dienstag berichtete,
war Afrika der gefährlichste Kontinent für Verkünder
des katholischen Glaubens. Dort starben 16 Missionare,
der bislang letzte war der am Montag erschossene
Apostolische Nuntius in Burundi, Erzbischof Michael
Courtney. 29/12/2003: Kolumbianische Paramilitärs
töten sechs Menschen in Venezuela - Bogotá (dpa) -
Kolumbianische Paramilitärs haben nach Angaben der
Behörden im benachbarten Venezuela sechs Menschen
umgebracht. Die Mitglieder der rechtsextremen «Einheiten
zur Selbstverteidigung Kolumbiens» (AUC) seien mit
Motorrädern über die Grenze in den Ort San Antonio del
Táchira eingedrungen und hätten vier Venezolaner und
zwei Kolumbianer erschossen, berichtete der Fernsehsender
Caracol am Montag unter Berufung auf den kolumbianischen
Grenzpolizeioffizier Richard Lozada. Nach ersten
Erkenntnissen habe es sich um Auftragsmorde gehandelt,
fügte Lozada hinzu. 18/12/03:
Annan fordert Freilassung von Geiseln in Kolumbien:
Rebellen und Regierung sollen Dialog wieder aufnehmen -
New York (AP) UN-Generalsekretär Kofi Annan hat die
Rebellen in Kolumbien zur Freilassung ihrer Geiseln
aufgefordert. Die linksgerichteten Revolutionären
Streitkräfte Kolumbiens (FARC) sowie die Nationale
Befreiungsarmee (ELN) müssten die Kolumbianer und
Ausländer in ihrer Gewalt freilassen, um vor den
Festtagen eine Wiedervereinigung der betroffenen Familien
zu ermöglichen, sagte Annan am Mittwoch in New York. Er
hoffe, die Parteien würden ihren Dialog wieder
aufnehmen, um nach vier Jahrzehnten diesen blutigen
Konflikt endlich zu beenden, erklärte der
UN-Generalsekretär weiter. In Kolumbien werden jährlich
rund 3.000 Menschen entführt, mehr als in jedem anderen
Land der Erde. Die ELN hat derzeit auch vier Israelis und
einen Briten in ihrer Gewalt. Die Vermittler hatten
Präsident Alvaro Uribe am Mittwoch zu einem Stopp der
Militäraktionen im Norden des Landes aufgefordert. Dies
könne eine Übergabe der Geiseln ermöglichen. Insgesamt
acht Touristen waren am 12. September beim Besuch einer
präkolumbianischen Ausgrabungsstätte in der Sierra
Nevada verschleppt worden. Eine britische Geisel konnte
nach kurzer Zeit fliehen. Eine Deutsche und einen Spanier
hatte die ELN am 24. November nach 74 Tagen Geiselhaft
freigelassen. 17/12/03:
Vermittler für Rückzug von Soldaten aus dem Norden
Kolumbiens - Soll Freilassung der verschleppten
Ausländer ermöglichen - Bogota (AP) Die in die
Bemühungen zur Freilassung der fünf in Kolumbien
verschleppten ausländischen Touristen eingeschalteten
Vermittler haben Präsident Alvaro Uribe zu einem Stopp
der Militäraktionen im Norden des Landes aufgefordert.
Die Aktionen müssten für Stunden oder Tage ausgesetzt
oder vermindert werden, um eine Übergabe der Geiseln zu
ermöglichen, sagte Cesar Mauricio Velasquez, ein
Vermittler der nationalen Versöhnungskommission, am
Mittwoch. Die Guerilleros der Nationalen Befreiungsarmee
(ELN) haben erklärt, die vier Israelis und der Brite in
ihrer Gewalt würden binnen Tagen freigelassen, wenn in
den Bergen der Sierra Nevada eine neutrale Zone
geschaffen werde. Dies solle die Sicherheit der fünf
Touristen gewährleisten. Uribe erklärte in der
vergangenen Woche, er werde keinen einzigen Soldaten aus
der Region abziehen, `bis wir auch den letzten
Terroristen los sind". Eine Deutsche und einen
Spanier hatte die ELN am 24. November nach 74 Tagen
Geiselhaft freigelassen. Insgesamt acht Touristen waren
am 12. September beim Besuch einer präkolumbianischen
Ausgrabungsstätte in der Sierra Nevada verschleppt
worden. Eine britische Geisel konnte nach kurzer Zeit
fliehen. Nach der Freilassung der Deutschen und des
Spaniers hatte die ELN den Unterhändlern der
kolumbianischen Kirche versprochen, die restlichen
Geiseln bis Weihnachten freizulassen. In einer Botschaft
an die israelische und die britische Regierung erklärten
die Guerilleros aber in der vergangenen Woche, die
kolumbianischen Streitkräfte würden das Leben der
Geiseln durch ihre Aktionen in unverantwortlicher Weise
aufs Spiel setzen. Die ELN könne deshalb nicht länger
die notwendigen Sicherheitsbedingungen für eine
Freilassung der Gefangenen vor Weihnachten garantieren.
Die kolumbianische Armee sucht nach den Geiseln, um sie
zu befreien. Mit der Entführung wollten die Rebellen
nach eigenen Angaben auf das Elend der indianischen
Bevölkerung in der Region aufmerksam machen. 16/12/03:
Kolumbianischen Sicherheitsbehörden gelingt Schlag
gegen FARC - Guerillachef für Bogotá geht
Geheimdienst ins Netz = Bogotá, 16. Dezember (AFP) - Den
kolumbianischen Sicherheitsbehörden ist der Anführer
der linksgerichteten FARC-Guerilla für die
Hauptstadtregion ins Netz gegangen, der für zahlreiche
Gewalttaten verantwortlich gemacht wird. Wílmer Antonio
Marín Cano, genannt «Hugo», wurde am Montag in einem
Vorort von Bogotá von Beamten des kolumbianischen
Geheimdienstes DAS festgenommen, wie DAS-Direktor Jorge
Noguera mitteilte. Er bezeichnete den Rebellenchef als
«wichtigen Mann», der mit 31 «terroristischen
Anschlägen» in Verbindung gebracht werde. Marín Cano
sei zudem ein «absoluter Vertrauensmann» von
FARC-Militärchef Jorge Briceño. In Militärkreisen war
von einem entscheidenden Schlag gegen die größte
kolumbianische Guerillaorganisation die Rede.
"Hugo» gilt als Chef der Revolutionären
Streitkräfte Kolumbiens (FARC) in der Region
Cundinamarca, deren Hauptstadt Bogotá ist. Er wird unter
anderem für einen Anschlag auf einen Nobelclub in
Bogotá verantwortlich gemacht, bei dem im Februar 36
Menschen getötet und 170 weitere verletzt worden waren.
Der FARC-Anführer soll zudem Drahtzieher der Ermordung
eines japanischen Industriellen im November sein. Er war
im August 2000 schon einmal gefasst worden, floh jedoch
aus der Haftanstalt La Picota in Bogotá. Seitdem hat er
sein Aussehen verändert. 12/12/03:
Ingrid Betancourt und Kofi Annan Ehrenbürger von Rom
- Rom, 12. Dezember (AFP) - UN-Generalsekretär Kofi
Annan und die seit Februar 2002 als Geisel festgehaltene
kolumbianische Politikerin Ingrid Betancourt sind zu
Ehrenbürgern der Stadt Rom ernannt worden. Der
Gemeinderat begründete die Entscheidung am Freitag mit
den politischen und menschlichen Qualitäten der beiden
Geehrten. Betancourt, die Gründerin der Partei Grüner
Sauerstoff und frühere Präsidentschaftskandidatin, habe
sich für Freiheit, Demokratie und Einhaltung der
Menschenrechte in Kolumbien eingesetzt. Annan erhielt die
Auszeichnung für seinen Einsatz «zugunsten der
Vorbeugung und friedlichen Beilegung von Konflikten» und
sein Engagement im Anti-Terror-Kampf nach den Anschlägen
vom 11. September 2001 in den USA 12/12/03:
Kolumbianischer Kongress verabschiedet neues
Anti-Terror-Gesetz -Buenos Aires (epd). Die
kolumbianische Armee darf künftig ohne richterliche
Genehmigung Verdächtige festnehmen, Wohnungen
durchsuchen und Telefone abhören. Der kolumbianische
Kongress verabschiedete am Donnerstag (Ortszeit) ein
entsprechendes Antiterrorgesetz, für das eine
Verfassungsänderung notwendig war. Menschenrechtsgruppen
kritisierten die Neuregelung. Die Oppositionsparteien
stimmten gegen das Gesetz. Die Regierung verteidigte
dagegen den von ihr eingebrachten Entwurf. «Die
Gesellschaft, also die Guten, müssen in Ruhe leben
können, die Bösen hingegen müssen langsam anfangen,
sich Sorgen zu machen», sagte Innen- und Justizminister
Sabas Pretelt in seiner Parlamentsrede. In Kolumbien tobt
zwischen linken Guerillagruppen, rechtsextremen
Paramilitärs und der Armee seit Jahrzehnten ein blutiger
Bürgerkrieg. Die Regierung plant, das südamerikanische
Land mit einem Netz von Informanten aus der
Zivilbevölkerung zu überziehen, die den
Sicherheitskräften Hinweise über bewaffnete Gruppen
geben sollen. Nach Ansicht von Menschenrechtlern werden
dadurch aus Zivilisten in den Konfliktgebieten Beteiligte
am Bürgerkrieg. Ein bloßer Verdacht gegen Zivilisten
könne genügen, um diese zu Zielscheiben von
Vergeltungsaktionen der bewaffneten Gruppen zu machen.
Amnesty international kritisierte, das neue
Antiterrorgesetz habe «schlimme Folgen» für die
Menschenrechte in Kolumbien. Die Organisation fürchtet
auch Übergriffe des Militärs auf
Menschenrechtsaktivisten und soziale Organisationen. Auch
das Büro des UN-Hochkommissars für Menschenrechte in
Kolumbien zeigte sich besorgt. In einem Brief an die
Abgeordneten des kolumbianischen Kongresses schreibt der
Leiter des Büros, Michael Frühling, das neue
Gesetzeswerk verstoße gegen die Amerikanische
Menschenrechtskonvention und das von Kolumbien
unterzeichnete internationale Abkommen über die
politischen Rechte und die Bürgerrechte. 12/12/03:
Bogotá (dpa) - Kolumbianische Armee tötet 24
Paramilitärs - Die kolumbianischen Streitkräfte
haben nach eigenen Angaben bei Gefechten in verschiedenen
Landesteilen insgesamt 24 ultrarechte Paramilitärs
getötet. Weitere 61 Mitglieder der «Einheiten zur
Selbstverteidigung Kolumbiens» (AUC) seien gefangen
genommen worden, sagte Armeechef, General Martín
Carreño, am Donnerstag weiter. Zu den Kämpfen kam es,
obwohl sich die Regierung und die AUC auf die
Demobilisierung der insgesamt etwa 13 000 Paramilitärs
bis Ende 2005 verständigt hatten. Zugleich kritisierten
die Vereinten Nationen (UN) und
Menschenrechtsorganisationen ein neues Antiterrorgesetz.
Der Kongress hatte am Vorabend ein Statut gebilligt, das
den Streitkräften weitgehende Vollmachten zur
Bekämpfung linker Rebellen und der Paramilitärs wie
Hausdurchsuchungen ohne richterliche Erlaubnis einräumt.
Die Regierung betonte, die Maßnahmen seien im Kampf
gegen den Terror unumgänglich. 11/12/03:
Geiselnahme: Angehörige verlassen besetzte Kathedrale
- Bogota (KNA) Die Angehörigen kolumbianischer Geiseln
haben ihre Besetzung der Kathedrale von Bogota
aufgegeben. Die rund zwei Dutzend Menschen, darunter auch
die Mutter und der Ehemann der vor 22 Monaten entführten
Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt, verließen
die Bischofskirche am Mittwochnachmittag (Ortszeit).
Zuvor hatten sie mit Bogotas Erzbischof, Kardinal Pedro
Rubiano Saenz, sowie ausländischen Botschaftern
verhandelt und von Staatspräsident Alvaro Uribe
zugesichert bekommen, dass er ihre Forderungen in
Betracht ziehen werde. Rubiano willigte ein, Uribe bis
Donnerstagabend eine Liste mit Forderungen der
Kirchenbesetzer zu übergeben. Die Anhänger von
Betancourts grüner Partei fordern unter anderem, dass
Uribe mit den Entführern der linksgerichteten
Rebellenorganisation FARC über einen Austausch der
Geiseln gegen Freilassung von Guerillakämpfern
verhandelt. Der Dialog zwischen Regierung und Rebellen
ist seit Februar 2002 unterbrochen. Ein Treffen von
Kirchenvertretern mit FARC-Rebellen im Oktober blieb
bislang noch ohne Folgen. Seit 22 Monaten in Geiselhaft
Betancourts Ehemann, Juan Carlos Lecompte, feierte die
28-stündige Besetzung wie einen Sieg. Er äußerte die
Hoffnung, dass die Aktion mit der Unterstützung der
internationalen Gemeinschaft Früchte tragen werde.
Betancourt wird seit 22 Monaten von ihren Geiselnehmern
festgehalten. Außer ihr befinden sich nach
unbestätigten Angaben rund 20 weitere politische
Gefangene, etwa 50 Armeeoffiziere sowie geschätzte 800
Zivilisten in der Gewalt der FARC. Mehrere kolumbianische
Rebellengruppen haben sich auf die Entführung westlicher
Geiseln spezialisiert, um mit den Lösegeldern ihren
Kampf zu finanzieren. 10/12/03:
Angehörige von politischen Geiseln besetzten Kirche
in Kolumbien - Bogota (AP) Angehörige von Geiseln
kolumbianischer Rebellen haben in Bogota eine Kathedrale
besetzt, um die Regierung zu neuen Gesprächen mit der
linken Guerillabewegung FARC zu zwingen. Mehr als 09/12/03:
Kolumbianische Rebellen verschieben Freilassung von
Geiseln - Britische Regierung «verblüfft» über
Erklärung - Bogotá/London, 10. Dezember (AFP) - Die
Freilassung der von linksgerichteten kolumbianischen
Rebellen seit September festgehaltenen Geiseln verzögert
sich. Die Kämpfer des Nationalen Befreiungsheeres (ELN)
wollen die vier Israelis und den Briten nicht wie
zunächst angekündigt vor Weihnachten übergeben, wie
Vermittler der katholischen Kirche am Dienstag der
Nachrichtenagentur AFP sagten. Die Rebellen begründeten
dies demnach mit der Armeepräsenz in der Region, in der
sie sich mit den Entführten versteckt halten. Der Leiter
der kirchlichen Vermittlungsmission, Bischof Hector Fabio
Henao, kündigte eine Fortsetzung der Verhandlungen an.
Ein Sprecher des britischen Außenministeriums zeigte
sich vom Sinneswandel der Rebellen «verblüfft». Weder
Downing Street noch die Vermittlungsmission hätten
Informationen über neue Aktivitäten der kolumbianischen
Armee in dem Gebiet. London werde den Kontakt mit der
katholischen Kirche Kolumbiens und der Regierung in
Bogotá aufrecht erhalten, um zu prüfen, wie die Lage
«vorwärts gebracht» werden könne. Die Mutter des
entführten Briten sagte, sie sei «bitter enttäuscht.»
Die ELN-Rebellen hatten Mitte September in der Nähe der
historischen Ruinenstadt Ciudad Perdida insgesamt acht
Touristen entführt, darunter eine Deutsche. Einer der
Briten konnte kurz darauf fliehen. Die Bremerin und ein
Spanier wurden Ende November nach 74-tägiger Geiselhaft
frei gelassen. Mit der Geiselnahme will die Guerilla nach
eigenen Angaben auf die Not verarmter Bauern in der
Sierra Nevada de Santa Maria und ihre Drangsalierung
durch Soldaten aufmerksam machen. 09/12/03:
ELN-Rebellen wollen ausländische Geiseln doch noch nicht
freilassen: Aktionen der kolumbianischen Armee
für Verzögerung verantwortlich gemacht - Bogota
(AP) Die kolumbianischen ELN-Rebellen wollen nach eigenem
Bekunden nun doch nicht wie versprochen ihre fünf
ausländischen Geiseln noch vor Weihnachten freilassen.
In einer am Dienstag veröffentlichten Erklärung machten
die linken Rebellen dafür andauernde Aktionen der
kolumbianischen Streitkräfte verantwortlich. Die
Guerilleros der Nationalen Befreiungsarmee (ELN) halten
noch vier israelische und einen britischen Touristen in
ihrer Gewalt. Eine Deutsche und einen Spanier hatten sie
am 24. November nach 74 Tagen Geiselhaft freigelassen.
Insgesamt acht Touristen waren am 12. September beim
Besuch einer präkolumbianischen Ausgrabungsstätte in
der Sierra Nevada verschleppt worden. Eine britische
Geisel konnte nach kurzer Zeit fliehen. Nach der
Freilassung der Deutschen und des Spaniers hatte die ELN
den Unterhändlern der kolumbianischen Kirche
versprochen, die restlichen Geiseln bis Weihnachten
freizulassen. In einer Botschaft an die israelische und
die britische Regierung erklärten die Guerilleros jetzt,
die kolumbianischen Streitkräfte würden das Leben der
Geiseln durch ihre Aktionen in unverantwortlicher Weise
aufs Spiel setzen. Die ELN könne deshalb nicht länger
die notwendigen Sicherheitsbedingungen für eine
Freilassung der Gefangenen vor Weihnachten garantieren.
Die kolumbianische Armee sucht nach den Geiseln, um sie
zu befreien. Mit der Entführung wollten die Rebellen
nach eigenen Angaben auf das Elend der indianischen
Bevölkerung in der Region aufmerksam machen. 09/12/03:
Fian fordert Schutzmaßnahmen für Friedensgemeinden
in Kolumbien - Berlin (KNA) Die
Menschenrechtsorganisation Fian hat Kolumbien zur Wahrung
der Menschenrechte aufgefordert. Fian-Deutschland
forderte am Dienstag vom kolumbianischen Präsidenten
Alvaro Uribe Velez sofortige Schutzmaßnahmen für die
Menschen am Cacarica-Fluss. Zum Tag der Menschenrechte
übergab Fian am Dienstag über tausend Postkarten an die
kolumbianische Botschafterin in Berlin, Victoriana Mejia
Marulanda. Auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Hermann
Kues drängte in einem Gespräch mit der Botschafterin
auf die Einhaltung der Menschenrechte. Laut Fian gehen
die Anwohner des Flusses aus Angst vor militärischen
Übergriffen weder dem Fischfang noch der Landwirtschaft
nach. Fian verlangte zudem eine umfassende Agrarreform
und ein Ende der gewaltsamen Vertreibungen in dem
lateinamerikanischen Land. Meinungsaustausch
mit kolumbianischer Botschafterin 08/12/03: ELN
entführt kolumbianische Beamte - Noch 5 Ausländer
verschleppt - Bogotá (dpa) - Linke ELN-Rebellen
haben im Nordwesten Kolumbiens sechs Beamte der Umwelt-
und der Straßenbaubehörden entführt. Die Männer seien
in der Gemeinde Santa Rita in der Provinz Chocó 07/12/03: Weitere
160 kolumbianische Paramilitärs legen Waffen nieder -
El Edén, 7. Dezember (AFP) - In Kolumbien haben weitere
160 Mitglieder ultrarechter Paramilitärs ihre Waffen
abgegeben. Bei einer Zeremonie in dem Andendorf El Edén,
rund 650 Kilometer südöstlich von Bogotá, nahm auch
der Friedensbeauftragte der Regierung, Luis Carlos
Restrepo, teil, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur
AFP berichtete. Die Milizionäre gehören den
Bäuerlichen Selbstverteidigungsgruppen von Ortega (ACO)
an, der ältesten paramilitärischen Gruppe des Landes.
Die ACO agiert unabhängig von den Vereinigten
Selbstverteidigungsgruppen (AUC), der größten
paramilitärischen Organisation. Die paramilitärischen
Gruppen hatten Ende November mit ihrer freiwilligen
Entwaffnung begonnen. Im Juli hatten sich AUC und die
Regierung in Bogotá geeinigt, bis Ende 2005 alle 13.000
Kämpfer zu demobilisieren. Die ultrarechte AUC war von
Großgrundbesitzern im Kampf gegen die linksgerichteten
Guerillaorganisationen Revolutionäre Streitkräfte
Kolumbiens (FARC) und Nationales Befreiungsheer (ELN)
aufgebaut worden. In dem seit fast 40 Jahren dauernden
Konflikt in dem lateinamerikanischen Land kamen mehr als
200.000 Menschen ums Leben, etwa 3000 Menschen werden pro
Jahr entführt. 05/12/03: Hilferuf
aus dem «Herzen der Welt» - In Kolumbien sind Indianer
- zwischen die Fronten der Bürgerkriegsparteien
geraten Von Gerhard Dilger (epd) = Porto Alegre (epd).
Luis Evelis Andrade Casamá befürchtet das Schlimmste:
Dem kleinen Volk der Kakumanos-Indianer drohe die
Ausrottung. Allein in diesem Jahr seien in der
nordkolumbianischen Sierra Nevada de Santa Marta 54 von
ihnen ermordet worden, sagt der indianische Priester, der
vor kurzem zum Vorsitzenden der nationalen
Ureinwohner-Organisation ONIC gewählt worden ist.
Zusammen mit den Nachbarvölkern der Kogis, Arhuacos und
Wiwas bilden die rund 7.500 Kankuamos jene vier Pfeiler,
die nach ihrem Glauben die Welt zusammenhalten. Für sie
ist das Bergmassiv, das sich unweit der Karibik wie eine
riesige Pyramide bis auf 5.775 Meter Höhe empor streckt,
das «Herz der Welt». 04/12/03: Schwere
Unwetter in Kolumbien - mindestens 40 Tote - Bogotá
(dpa) - Bei heftigen Unwettern sind in Kolumbien
mindestens 40 Menschen ums Leben gekommen. Zuletzt wurden
7 Bewohner eines Armenviertels im Westen des Landes von
einem Erdrutsch begraben, teilten die Behörden am
Donnerstag mit. Weitere 15 Bewohner der Gemeinde
Mistrató seien verletzt worden, als die Schlammlawine
ihre Häuser erfasste. In Kolumbien gehen seit Wochen
ungewöhnlich heftige Regenfälle nieder. 04/12/03: Mindestens
13 Bauern bei Überfall in Kolumbien getötet -
Täterschaft zunächst ungeklärt = Bogotá, 4. Dezember
(AFP) - Bei einem Überfall auf eine Bauernsiedlung im
Südwesten Kolumbiens sind mindestens 13 Menschen
getötet worden. Wie der Menschenrechtsbeauftragte des
Bezirkes Nariño, Carlos Maya, am Donnerstag mitteilte,
ereignete sich das «Massaker» in der zur Ortschaft
Barbacoas gehörenden Gemeinde Llorente. Wer die Täter
waren, stand zunächst nicht fest. In dem Gebiet rund
1000 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Bogotá sind
sowohl ultrarechte paramilitärische Gruppierungen sowie
linksgerichtete Rebellen aktiv. Die rechtsgerichtete
Regierung von Präsident Alvaro Uribe hatte die linke
Guerilla in den vergangenen Tagen aufgefordert, dem
Beispiel der ultrarechten Vereinigten
Selbstverteidigungsgruppen (AUC) zu folgen und die Waffen
niederzulegen. Ende November hatten etwa 850
AUC-Mitglieder unter den Augen des Friedensbeauftragten
der Regierung, Luis Carlos Restrepo, ihre Waffen
abgegeben. Im bewaffneten Konflikt zwischen
Regierungstruppen, Paramilitärs und der Guerilla wurden
in Kolumbien seit 1964 mehr als 200.000 Menschen
getötet. Jedes Jahr werden etwa 3000 Menschen entführt;
2,7 Millionen Menschen wurden bislang durch die Kämpfe
vertrieben. 04/12/03: Mindestens
22 Tote bei Massaker und Kämpfen in Kolumbien - Bogotá
(dpa) - Bei einem Massaker im Südwesten Kolumbiens und
bei Kämpfen zwischen Rebellen und dem Militär sind
mindestens 22 Menschen getötet worden. Unbekannte
hätten in dem Ort Llorente in der Provinz Nariño 13
Bauern umgebracht, teilte der Menschenrechtsbeauftragte
der Provinz, Carlos Maya, am Donnerstag mit. Sowohl die
Täter als auch der genaue Zeitpunkt des Überfalls auf
den Ort seien noch nicht bekannt. In dem fraglichen
Zeitraum seien aber Einheiten der linken Rebellengruppe
FARC wie auch der ultrarechten Paramilitärs in der
Region gewesen. Beide Gruppe bringen immer wieder
Zivilisten um, denen sie vorwerfen, die jeweils andere
Seite unterstützt zu haben. Unterdessen teilte das
Militär mit, im Norden des Landes seien neun Mitglieder
der marxistischen «Revolutionären Streitkräfte
Kolumbiens» (FARC) getötet und zehn weitere gefangen
genommen worden. Bei dem Einsatz in der Provinz Bolívar
seien auch 4,7 Tonnen Sprengstoff beschlagnahmt worden.
Zudem seien 19 Minenfelder geräumt worden. Die FARC
bekämpfen den Staat seit fast vier Jahrzehnten und ein
Ende der Gewalt ist nicht in Sicht. 02/12/03: Zwölf
Tote bei Anschlägen und Kämpfen in Kolumbien - Bogotá
(dpa) - Bei Anschlägen und Kämpfen sind in Kolumbien
mindestens zwölf Menschen getötet worden. Sechs
Polizisten starben im Norden des Landes durch eine Bombe,
die neben dem Auto der Beamten explodierte. Sechs weitere
Polizisten seien verletzt worden, als der am Straßenrand
versteckte Sprengsatz detonierte. Es habe sich nach
ersten Erkenntnissen um einen Anschlag der FARC-Rebellen
gehandelt, teilten die Behörden am Montag weiter mit.
Das Militär berichtete, es habe bei mehreren Einsätzen
in verschiedenen Landesteilen insgesamt sechs Rebellen
der marxistischen «Revolutionären Streitkräfte
Kolumbiens» (FARC) getötet. Die FARC bekämpfen den
Staat seit fast 40 Jahren. Ein Ende der 01/12/03: Gewerkschafter
fordern Ende von Tötungen in Kolumbien - Die
internationale Dachverband freier Gewerkschaften (ICFTU)
forderte die kolumbianische Regierung zudem auf, gegen
Ermordungen von Gewerkschaftsmitgliedern vorzugehen.
Allein in diesem Jahr seien 69 Gewerkschaftsmitglieder in
Kolumbien getötet worden, erklärte der ICFTU am Montag
in Brüssel. Hinzu kämen Einschüchterungen,
Todesdrohungen, Vertreibungen und Entführungen. Dem
kolumbianischen Vizepräsidenten sei von einer
ICFTU-Delegation ein Schreiben überreicht worden, in dem
darüber hinaus die Freilassung inhaftierter
Gewerkschaftsmitglieder gefordert werde. Sie seien wegen
ihrer Gewerkschafts-Tätigkeit ins Gefängnis gekommen.
Kolumbien dürfe den sozialen Protest nicht
kriminalisieren, so der Gewerkschafts-Dachverband. 01/12/2003:
Amnesty: EU muss größeren Druck auf Kolumbien ausüben
- Brüssel (KNA) Die Menschenrechtsorganisation
«amnesty 29/11/2003:
Rebellen entführen in Kolumbien 15 Ölarbeiter - Bogotá
(dpa) - Linke FARC-Rebellen haben im Südwesten
Kolumbiens 26/11/2003:
Entwaffnung kolumbianischer Paramilitärs als dubios
kritisiert - Bogotá (epd). Die Entwaffnung von 870
rechtsgerichteten Paramilitärs in Kolumbien ist am
Mittwoch von Menschenrechtlern und Politikern als
undurchsichtig und übereilt kritisiert worden. José
Miguel Vivanco von «Human Rights Watch» sagte, es sei
nicht klar, ob sich die 26/11/2003:
Kolumbien-Geisel Weigel ist wieder zu Hause - «Das
ging ruckzuck» Von Wolfgang Heumer und Ulrich
Steinkohl, dpa 26/11/2003: Kolumbien-Geisel
landet am Mittag in Bremen - Bremen (ddp). Die in
Kolumbien freigelassene Bremer Geisel landet 26/11/03: Toter
in Kolumbien als entführter japanischer Manager
identifiziert - Geschäftsmann wurde im Februar 2001
verschleppt = 25/11/03: 800
kolumbianische Paramilitärs legen Waffen nieder - Start
der Demobilisierung von insgesamt 13.000 Kämpfern -
Bogotá, 25. November (AFP) - In Kolumbien hat eine erste
Einheit der paramilitärischen Vereinigten
Selbstverteidigungsgruppen (AUC) 25/11/03: Toter
in Kolumbien möglicherweise von Guerilla entführter
Japaner - Geschäftsmann wurde im Februar 2001
verschleppt = 25/11/03: In Kolumbien
freigelassene Deutsche und Spanier in Bogotá - Bogotá
(dpa) - Die von kolumbianischen Rebellen freigelassene
Deutsche Reinhild Weigel und der Spanier Asier Huegun
Etxeberría sind am Montagabend (Ortszeit) in der
Hauptstadt Bogotá eingetroffen. Die beiden wurden von
Vertretern ihrer Botschaften empfangen und sollten nach
einer Befragung möglichst bald in die Heimat fliegen.
Ein genauer Termin war zunächst nicht bekannt. 24/11/03: Freiheit für junge Deutsche nach
zehn Wochen der Angst in Kolumbien Von Jan-Uwe
Ronneburger, dpa = 24/11/03: Freilassung von deutscher Geisel
in Kolumbien erwartet - Bogotá (dpa) - Kurz vor der
angekündigten Freilassung einer 22/11/03: Kolumbiens Kirche bereitet sich
auf Freilassung einer Deutschen vor - Bogotá (dpa) -
Eine Kommission der katholischen Kirche Kolumbiens ist am
Samstag in den Norden des Landes zur Vorbereitung auf die
angekündigte Freilassung einer Deutschen und eines
Spaniers durch linke ELN-Rebellen gereist. Das
«Nationale Befreiungsheer» (ELN) hatte angekündigt,
sie werde die beiden seit dem 12. September verschleppten
Touristen am Montag der Kommission übergeben. Die
Vertreter der Kirche, die mit der Vermittlung in der
Geiselaffäre beauftragt sind, wollten bis Mittwoch auch
insgesamt sechs Ortschaften in der Sierra Nevada de Santa
Marta besuchen. Dabei geht es um die von den Rebellen
geforderte Untersuchung behaupteter
Menschenrechtsverletzungen durch das Militär und rechte
Paramilitärs. 22/11/03: Drahtzieher der
Touristen-Entführungen in Kolumbien verhaftet - Bogotá
(epd). Im Norden Kolumbiens ist am Freitag (Ortszeit) der
mutmaßliche Drahtzieher der Entführungen von Touristen
festgenommen worden. Edison Ramos Alcázar soll nach
Angaben von 21/11/03: Dritter Priester binnen eines
Monats in Kolumbien ermordet - Bogotá (dpa) - Binnen
eines Monats sind in Kolumbien bereits drei Priester
ermordet worden. Pater José Rubín Rodríguez, der nach
Einschätzung der Behörden von linken FARC-Rebellen
entführt worden war, sei am Freitag im Norden des Landes
tot aufgefunden worden, sagten Vertreter der Kirche der
dpa. 20/11/03: Kolumbianische Guerilla will
deutsche Geisel am Montag freilassen - Bogotá, 20.
November (AFP) - Die von linksgerichteten Rebellen in
Kolumbien seit mehr als zwei Monaten festgehaltene
Deutsche soll nach Angaben der katholischen Kirche des
Landes am Montag freikommen. Der als Vermittler tätige
Priester Dario Echeverry 20/11/03: Anschlagsserie legt wichtige Ölleitung im Südwesten Kolumbiens - Bogotá, 20. November (AFP) - Eine Serie von Anschlägen hat eine wichtige Ölleitung im Südwesten Kolumbiens lahmgelegt. Zeitgleiche Explosionen an 15 Punkten hätten am Dienstagabend (Ortszeit) die Pipeline und weitere Ölinfrastruktur in der Region von Orito etwa 1000 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Bogotá erschüttert und beschädigt, sagte der Bürgermeister von Orito, Miguel Rosero, der Nachrichtenagentur AFP. Menschen seien nicht verletzt worden, doch habe der Öltransport bis zum Mittwochabend nicht wieder aufgenommen werden können. Rosero machte die FARC-Rebellen für die Anschläge verantwortlich. Mit Angriffen auf Ölleitungen versucht die größte Rebellenorganisation Kolumbiens, einen der wichtigsten Wirtschaftszweige des Landes zu treffen. Auf der 300 Kilometer langen Strecke von Orito an der Grenze zu Ecuador bis nach Tumaco am Pazifik wurden täglich etwa 10.000 Barrel Öl befördert. 19.11.2003: Kolumbiens Präsident Uribe setzt
unnachgiebige Militärführung ein - Bogotá (dpa) -
Kolumbiens Präsident Alvaro Uribe hat die
Militärführung mit zwei im Kampf mit linken Rebellen
als besonders unnachgiebig bekannten Generälen neu
besetzt. General Carlos Alberto Ospina wurde zum Chef der
Streitkräfte und General Martín Orlando Carreño zum
Heereschef ernannt. Aufgabe der neuen Führung sei es,
den seit fast 40 Jahren andauernden Krieg gegen linke
Rebellen und rechte Paramilitärs zu gewinnen, sagte der
Präsident am Dienstag. Ospina übernimmt das Amt von
General Jorge Mora, der vor einer Woche den Dienst ohne
Nennung von Gründen quittiert hatte. Der neue
Verteidigungsminister Jorge Uribe hatte unmittelbar nach
seinem Amtsantritt Änderungen in der Militärspitze
angekündigt. Auch der Präsident rügte das Militär
wiederholt wegen mangelnder Erfolge bei der Bekämpfung
der Rebellen. Zudem werden die Streitkräfte immer wieder
von Korruptionsskandalen erschüttert. Ein Ende des
Bürgerkrieges, dem jährlich tausende Menschen zum Opfer
fallen, ist indes nicht in Sicht. 19.11.2003: Kolumbianische Streitkräfte haben
neuen Chef - Bogotá, 19. November (AFP) - Neuer Chef
der kolumbianischen Streitkräfte ist General Carlos
Alberto Ospina. Wie die Regierung am Dienstag mitteilte,
tritt er die Nachfolge des vergangene Woche
zurückgetretenen Generals Jorge Mora an. Auf Ospinas
Posten als Heereschef rückt nach Angaben des neuen
Verteidigungsministers Jorge Uribe Echavarría der
bisherige Kommandeur der Sondertruppen, General Martín
Orlando Carreño, nach. Er tat sich insbesondere im Kampf
gegen die linksgerichte Guerillaorganisation Nationales
Befreiungsheer (ELN) hervor. Außer Mora waren innerhalb
weniger Tage auch drei Kabinettsmitglieder
zurückgetreten, unter ihnen die für Polizei und Armee
zuständige Verteidigungsministerin Marta Lucía
Ramírez. Die Regierung von Präsident Alvaro Uribe
geriet dadurch in ihre 19.11.2003: USA planen neue Freihandelsabkommen in
Lateinamerika - Miami (dpa) - Die USA planen neue
Freihandelsabkommen mit sechs lateinamerikanischen
Ländern. Wie der US-Handelsbeauftragte Robert Zoellick
Dienstag in Miami (Florida) bekannt gab, sollen die
Verhandlungen mit Peru, Kolumbien, Ecuador und Bolivien
sowie mit Panama und der Dominikanischen Republik in
Kürze beginnen. Im Miami treffen am Donnerstag und
Freitag die Wirtschafts- und Finanzminister des
amerikanischen Kontinentes - außer Kuba - zusammen, um
über den Verhandlungstand der Gesamtamerikanischen
Freihandelszone (FTAA) zu beraten. Zoellick versicherte,
dass die nun angekündigten bilateralen Verhandlungen
nicht bedeuteten, dass man an der Realisierbarkeit der
FTAA Zweifel hege. Inhalt und Umfang des FTAA-Abkommens
sind zwischen den Ländern des Kontinentes umstritten. So
haben die USA die Forderung Brasiliens zurückgewiesen,
über eine Senkung ihrer Agrarsubventionen zu verhandeln.
Brasilien und die USA, die sich derzeit den Vorsitz der
Verhandlungen teilen, haben den Entwurf einer
Abschlusserklärung für die Miami-Konferenz vorgelegt,
der es den Teilnehmerländern erlaubt, sensible Bereiche
aus dem FTAA herauszuhalten. Kanada und Chile haben gegen
eine Flexibilisierung des FTAA protestiert und wollen ein
möglichst umfassendes Freihandelsabkommen. Das
FTAA-Projekt war Ende 1994 vom damaligen US-Präsidenten
Bill Clinton und den 33 eingeladenen Staats- und
Regierungschefs auf einem Amerika-Gipfel in Miami
vorgestellt worden. Die USA haben in jüngster Zeit aber
verstärkt auf bilaterale Abkommen gesetzt. Außer dem
Nordamerikanischen Freihandelsabkommen (NAFTA) mit Kanada
und Mexiko gibt es bereits ein Abkommen mit Chile. Die
Verhandlungen über ein Zentralamerikanisches
Freihandelsabkommen (CAFTA) mit Guatemala, Honduras, El
Salvador, Nicaragua und Costa Rica stehen kurz vor dem
Abschluss. 17.11.2003: Nach Anschlag in Kolumbien gefasster
Mann gesteht FARC-Kontakte - Bogotá (dpa) - Nach den
Anschlägen in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá mit
einer Toten und 74 Verletzten hat ein kurz nach der Tat
festgenommener Mann Verbindungen zu linken FARC-Rebellen
gestanden. Die marxistischen «Revolutionären
Streitkräfte Kolumbiens» (FARC) hätten ihn nach
Bogotá geschickt, um die Anschläge mit Handgranaten zu
verüben, sagte der 26-jährige Arturo Montaño
Presseberichten vom Montag zufolge. Bei den Anschlägen
auf zwei vollbesetzte Lokale in einem Vergnügungsviertel
der Hauptstadt waren auch mehrere Amerikaner verletzt
worden. Nach vier weiteren Personen wurde weiter
gefahndet. Die FARC versuchen ihren seit fast 40 Jahren
andauernden Guerillakrieg zunehmend auch in die bisher
als relativ sicher geltenden Großstädte zu tragen. 17.11.2003: Polizei schreibt tödliches Attentat in
Bogotá FARC-Guerilla zu - Bogotá, 17. November
(AFP) - Die kolumbianische Polizei schreibt die
tödlichen Bombenanschläge in der Hauptstadt Bogotá der
linksgerichteten FARC-Guerilla zu. Polizeichef Jorge
Daniel Castro sagte am Sonntag (Ortszeit), alles deute
darauf hin, dass der von einem Wachmann nach den
Attentaten festgehaltene 26-jährige Mann Mitglied der
Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) sei. Bei
der Explosion von zwei Sprengsätzen am Samstagabend vor
zwei Lokalen in einem exklusiven und belebten Viertel der
Hauptstadt waren eine etwa 25-jährige Frau getötet und
mindestens 72 weitere Menschen verletzt worden. 19 von
ihnen mussten operiert werden, drei schwebten
Krankenhausärzten zufolge in Lebensgefahr. Nach
Polizeiangaben waren unter den Verletzten auch drei
US-Bürger. Die US-Botschaft in Bogotá machte keine
Angaben über mögliche Verletzte in den Reihen ihrer
Mitarbeiter. Die kolumbianische Hauptstadt war in den
vergangenen Monaten mehrfach Ziel von Anschlägen.
Zuletzt wurden Anfang Oktober bei der Explosion einer
Autobombe in Bogotá sechs Menschen getötet und 21
verletzt. Der Polizei zufolge wurden vier für dieses
Attentat verantwortliche FARC-Mitglieder zwei Wochen
später festgenommen. 17.11.2003: Bürgermeister und
Menschenrechtlerin in Kolumbien erschossen - Bogotá
(dpa) - Unbekannte haben in Kolumbien einen
Bürgermeister und einen Menschenrechtler erschossen.
Orlando Salgado war erst vor drei Wochen zum
Bürgermeister der Stadt Zapayá im Norden des Landes
gewählt worden, als er am Samstagabend von zwei Männern
von einem 16.11.2003: Eine Tote und mindestens 72
Verletzte bei Anschlägen in Kolumbien - Sprengsätze
explodierten in Sekundenabstand vor zwei Lokalen - Bogotá,
16. November (AFP) - Bei zwei Bombenanschlägen in der
kolumbianischen Hauptstadt Bogotá sind in der Nacht zum
Sonntag eine Frau getötet und mindestens 72 weitere
Menschen verletzt worden. Das teilten die Rettungskräfte
mit. Nach Angaben der Polizei waren unter den Verletzten
auch drei US-Bürger. Die beiden Sprengsätze
explodierten demnach im Abstand von einigen Sekunden vor
zwei Lokalen in einem exklusiven und belebten Viertel der
Hauptstadt. Wie ein AFP-Reporter berichtete, wurden
einige Menschen schwer 15.11.2003: Kolumbianische Regierung erwartet
baldiges Ende des Geiseldramas - Bogota (AP) Die
sieben in Kolumbien entführten ausländischen Touristen
könnten nach Ansicht eines Regierungsunterhändlers bald
freikommen. Luis Carlos Restrepo sagte am Freitag in
einem Radiointerview, er habe mit einem örtlichen
Kommandeur der Nationalen Befreiungsarmee (ELN)
Gespräche geführt, `mit der größten Umsicht und
Diskretion". Die Rebellen der ELN haben sich zur
Entführung der Rucksacktouristen bekannt, zu denen auch
eine Deutsche gehört. In den Verhandlungen sei ein Plan
ausgearbeitet worden, `der meiner Meinung nach zur
Freilassung der Geiseln führen wird", sagte
Restrepo. Er äußerte sich zuversichtlich, dass die
Entführten bald `sicher und wohlbehalten zu Hause
zurück" sein werden. Die Ausländer - neben der
Deutschen vier Israelis, zwei Briten und ein Spanier -
waren am 12. September an einer präkolumbianischen
Ausgrabungsstätte in der Sierra Nevada überfallen und
verschleppt worden. Einem der Briten gelang später die
Flucht. Am Mittwoch 14.11.2003: Polizei schreibt tödliches
Attentat in Bogotá FARC-Guerilla zu - Bogotá, 17.
November (AFP) - Die kolumbianische Polizei schreibt die
tödlichen Bombenanschläge in der Hauptstadt Bogotá der
linksgerichteten FARC-Guerilla zu. Polizeichef Jorge
Daniel Castro sagte am Sonntag (Ortszeit), alles deute
darauf hin, dass der von einem Wachmann nachdem
Attentaten festgehaltene 26-jährige Mann Mitglied der
Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) sei. Bei
der Explosion von zwei Sprengsätzen am Samstagabend vor
zwei Lokalen in einem exklusiven und belebten Viertel der
Hauptstadt waren eine etwa 25-jährige Frau getötet und
mindestens 72 weitere Menschen verletzt worden. 19 von
ihnen mussten operiert werden, drei schwebten
Krankenhausärzten zufolge in Lebensgefahr. Nach
Polizeiangaben waren unter den Verletzten auch drei
US-Bürger. Die US-Botschaft in Bogotá machte keine
Angaben über mögliche 14.11.2003: Erste rechtsgerichtete Miliz in
Kolumbien kündigt Entwaffnung an - 800 Kämpfer der AUC
wollen in Kürze ihre Waffen abgeben - Bogota (AP)
Erstmals hat sich eine der rechtsgerichteten Milizen in
Kolumbien zur Entwaffnung bereit erklärt. Rund 800 der
12.000 Mitglieder der Vereinigten Streitmacht zur
Selbstverteidigung in Kolumbien (AUC) wollten Ende
November ihre Waffen niederlegen, teilte das Büro von
Präsident Alvaro Uribe am Freitag mit. Die AUC erklärte
in einem Schreiben an die Nachrichtenagentur AP, die
Entwaffnung der gesamten Miliz solle bis Ende 2005
abgeschlossen sein. Regierungsunterhändler Luis Carlos
Restrepo sagte dem Radiosender RNC, die 800 AUC-Kämpfer
in der Umgebung der Stadt Medellin im Nordwesten des
Landes wollten am 25. November ihre Waffen, Munition und
Uniformen abgeben. Die Regierung verpflichtete sich laut
Uribes Büro, die Entwaffnung zu unterstützen und den
Kämpfern bei der Suche nach Arbeitsplätzen zu helfen.
Die rechten Milizen in Kolumbien gründeten sich in den
80er Jahren als Gegengewicht zu den linken Guerilleros.
1997 schlossen sich die gefürchteten Todesschwadronen
offiziell unter dem Dach der AUC zusammen. Das
US-Außenministerium setzte die AUC im vergangenen Jahr
auf ihre Liste internationaler Terrororganisationen. 14.11.2003: 800 kolumbianische Paramilitärs starten in Kürze Entwaffnung - Bis Ende 2005 sollen alle 13.000 Kämpfer ihre Waffen abgeben = Bogotá, 14. November (AFP) - Mit der Entwaffnung von 800 Kämpfern wollen die kolumbianischen Paramilitärs der Vereinigten Selbstverteidigungsgruppen (AUC) Ende November ihre mit der Regierung vereinbarte Demobilisierung starten. Die Entwaffnung soll am 25. November beginnen, wie der Friedensbeauftragte der kolumbianischen Regierung, Luis Carlos Restrepo, sowie der scheidende und der designierte Bürgermeister der Stadt Medellín am Donnerstag ankündigten. Die Paramilitärs zählen zu einer Einheit, die in der Gegend um Medellín im Nordwesten Kolumbiens aktiv ist. Im Juli hatten sich AUC und die Regierung in Bogotá geeinigt, bis Ende 2005 alle 13.000 paramilitärischen Kämpfer zu entwaffnen. Die paramilitärische Gruppe war von Großgrundbesitzern im Kampf gegen die Guerilla-Gruppen Bewaffnete Streitkräfte Kolumbiens (FARC) und Nationales Befreiungsheer (ELN) aufgebaut worden. In dem seit fast 40 Jahren dauernden Konflikt in dem lateinamerikanischen Land kamen mehr als 200.000 Menschen ums Leben. 12.11.2003: Kolumbianischer Armeechef reicht
Rücktritt ein = Bogotá, 12. November (AFP) - Nach
dem Rücktritt dreier Minister und des Polizeichefs in
Kolumbien hat am Mittwoch nach Angaben der
Präsidentschaft auch der Armeechef seine Demission
eingereicht. Der 58-jährige Jorge Enrique Mora war seit
August 2002 im Amt. Für die Regierung des
kolumbianischen Präsidenten Alvaro Uribe bedeuten die
fünf Rücktritte innerhalb von sechs Tagen die schwerste
Krise seit ihrem Amtsantritt vor 15 Monaten. Erst am
Dienstag war im Zusammenhang mit einer Korruptionsaffäre
Polizeichef Teodoro Campo zurückgetreten. Am gleichen
Tag gab auch Umweltministerin Cecilia Rodríguez ihren
Amtsverzicht bekannt. Die für Polizei und Armee
zuständige Verteidigungsministerin Marta Lucía Ramírez
hatte am Sonntag das Handtuch geworfen. Den Reigen
eröffnet hatte am Donnerstag der bisherige Innen- und
Justizminister Fernando Londoño. 12.11.2003: Deutsche Geisel in Kolumbien
bittet um Hilfe bei Freilassung = Bogotá (dpa) - Die
kolumbianischen ELN-Rebellen haben erstmals seit der
Entführung von sieben Ausländern, darunter eine
Deutsche, einen Beweis für das Überleben ihrer Geiseln
geliefert. Medien in Kolumbien wurde am Mittwoch ein
Video zugespielt, in dem die Deutsche und ihre
Leidensgenossen aus Großbritannien, Israel und Spanien
ihre Regierungen um Hilfe bei der Freilassung bitten. An
einem unbekannten Ort mutmaßlich im Norden des Landes
berichteten die Geiseln von erschöpfenden Fußmärschen
durch das Hochgebirge, Mückenplagen, Hunger und
Müdigkeit. Die Deutsche sprach in dem Video vom Hunger
der Bevölkerung in der unzugänglichen Bergregion, von
Kälte und dem Mangel an Medikamenten. «Deshalb kämpft
das ELN für Änderungen», zitierte Radio Caracol die
junge blonde Frau, die auf dem Video zeitweilig auf einem
Pferd sitzt. Die Geiseln hätten sich überwiegend von
Reis und Zuckerrohrextrakt ernährt, sagte der Spanier
Asier Huegun Etxeberría. Wie die anderen in dem Video zu
sehenden Geiseln erschien er trotz der Strapazen und der
Angst bei guter Gesundheit und gefasst. Die Entführten
trugen 12.11.2003: Lebenszeichen von entführten
Touristen in Kolumbien = Bogotá (epd). Die
kolumbianische Guerillagruppe ELN hat Journalisten ein
Video mit Aufnahmen von sieben Touristen zugespielt, die
sie vor zwei Monaten entführt hatte. Wie die
Tageszeitung «El Colombiano» am Mittwoch in ihrer
Online-Ausgabe berichtete, appellierten darin drei
Geiseln aus Deutschland, Spanien und Großbritannien an
ihre Regierungen, sich für ihre Freilassung einzusetzen.
Es ist das erste Lebenszeichen der Entführten. Im Video
klagten die Geiseln über Kälte, Hunger und
Erschöpfung. Die deutsche Frau wiederholte die Forderung
der ELN («Heer zur nationalen Befreiung») nach
Entsendung einer internationalen Kommission ins Gebiet
der Entführung, die Bergregion Sierra Nevada in
Nordkolumbien. Den Rebellen zufolge gehen dort
paramilitärische Verbände gegen die Zivilbevölkerung
vor. Wegen Differenzen zwischen der kolumbianischen
Regierung und der ELN verzögerte sich die mehrfach
angekündigte Freilassung der Geiseln immer wieder. Die
Rebellen beharren darauf, die Touristen nach und nach auf
freien Fuß zu setzen. Zu der Touristengruppe gehören
neben den drei Europäern vier Israelis. Einem weiteren
Briten war die Flucht gelungen. Die ELN ist nach der FARC
(«Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens») die
zweitgrößte Guerillaorganisation des Landes. 12.11.2003: Schwere Regierungskrise in
Kolumbien nach drei Ministerrücktritten - Auch
Umweltministerin und Polizeichef geben Ämter auf - Bogotá,
12. November (AFP) - Drei Ministerrücktritte binnen
einer Woche haben die Regierung von Kolumbiens Präsident
Álvaro Uribe in die schwerste Krise seit ihrem
Amtsantritt vor 15 Monaten gestürzt. Nach den Chefs der
Schlüsselressorts Inneres und Verteidigung gab am
Dienstag (Ortszeit) auch Umweltministerin Cecilia
Rodríguez ihren Amtsverzicht bekannt. Uribe habe das
Gesuch akzeptiert, teilte sein Büro in Bogotá mit.
Wenige Stunden später nahm auch Polizeichef Teodoro
Campo wegen einer Korruptionsaffäre seinen Hut. Mit der
Ernennung zweier politisch unerfahrener Unternehmer zum
Innen- und Verteidigungsminister traf Uribe angesichts
der anhaltenden politischen Gewalt auf Unverständnis.
Rodríguez nannte in ihrem Rücktrittschreiben keine
Begründung für ihre Entscheidung. Sie war jedoch
zuletzt wegen einer fehlenden umweltpolitischen Linie der
konservativen Regierung massiv unter Beschuss geraten.
Rodríguez ist Mitbegründerin der Grünen-Partei
Oxígeno, der auch die seit Februar 2002 von der
FARC-Guerilla entführte Ex-Präsidentschaftskandidatin
Ingrid Betancourt angehört. Zur neuen Umweltministerin
ernannte Uribe die bisherige Leiterin des von den USA
unterstützten Anti-Drogen-Programms Plan Colombia,
Sandra Suárez. Nach dem gescheiterten
Korruptions-Referendum Ende Oktober ist Uribe nach den
Minister-Rücktritten trotz seiner anhaltenden
Popularität politisch zusätzlich geschwächt. Der
konservative Hardliner war im August vergangenen Jahres
vor allem mit dem Versprechen angetreten, mit harter Hand
gegen linksgerichtete Guerillagruppen vorzugehen. Dabei
spielte die am Sonntag zurückgetretene
Verteidigungsministerin Marta Lucía Ramírez ebenso eine
Schlüsselrolle wie Ex-Innen- und Justizminister Fernando
Londoño, der vergangenen Donnerstag das Handtuch
geworfen hatte. Dessen Rücktritt hatte in Kolumbien ein
regelrechtes politisches Erdbeben ausgelöst, indem er
kritisierte, dass der Präsident nicht mehr über die
notwendige Unterstützung der Konservativen im Parlament
verfüge. Als neuen Innenminister ernannte Uribe den
Unternehmer Sabas Pretelt, der zuletzt vor 23 Jahren ein
öffentliches Amt bekleidet hatte. Neuer
Verteidigungsminister wurde der politisch völlig
unerfahrene Chef eines Versicherungsunternehmens, Jorge
Alberto Uribe Echavarría. Dieser kündigte für kommende
Woche einen personellen Austausch an der Spitze der Armee
an und versprach ein entschlossenes Vorgehen gegen
Korruption und Misswirtschaft im Polizeiapparat. Mit der
Ernennung der beiden unerfahrenen Minister traf Uribe
auch in den eigenen Reihen auf Unverständnis. Carlos
Holguín, Chef der Konservativen Partei und enger
Vertrauter des Staatschefs, nannte es fraglich, ob die
Ernennung von «Technokraten oder Unternehmern fernab der
politischen Aktivität zu guten Ergebnissen führen»
könne. Der Senator Luis Humberto Gómez forderte Uribe
auf, die Krise «nicht tröpfchenweise» zu lösen. Der
Politologe Pedro Medellín sieht in der Ernennung von
Pretelt und Uribe Echavarría einen Politikwechsel nach
dem gescheiterten Referendum. 12.11.2003: Kolumbiens Umweltministerin und
Polizeichef zurückgetreten - Bogotá (dpa) -
Kolumbiens Umweltministerin Cecilia Rodríguez ist als
drittes Regierungsmitglied binnen einer Woche
zurückgetreten. Sie gab am Dienstagabend keine Gründe
für ihre Entscheidung an, aber die Umweltpolitik befand
sich nach Einschätzung ihrer Kritiker in einer schweren
Krise. Zur Nachfolgerin ernannte Präsident Alvaro Uribe
die Politikerin Sandra Suárez, die als Direktorin des so
genannten Programms Kolumbien zur Drogenbekämpfung
bisher unter anderem für die umstrittene Besprühung von
Koka- und Mohnpflanzungen mit Pflanzenvernichtungsmitteln
aus der Luft zuständig war. Zugleich erklärte der
nationale Polizeichef, General Teodoro Campo, inmitten
eines Korruptionsskandals seinen Rücktritt. Zu seinem
Nachfolger wurde der bisherige Polizeichef von Bogotá,
General Jorge Castro, ernannt. 11.11.2003: Kolumbianische Umweltministerin
zurückgetreten - Dritter Amtsverzicht in Kabinett binnen
weniger Tage = Bogotá, 11. November (AFP) - In
Kolumbien ist zum dritten Mal binnen weniger Tage ein
Kabinettsmitglied zurückgetreten. Umweltministerin
Cecilia Rodriguez überreichte Präsident Alvaro 11.11.2003: Kolumbianische Journalistin und
Gewerkschafterin ermordet = Bogotá (dpa) -
Unbekannte haben am Dienstag im Norden Kolumbiens die
Journalistin und Gewerkschafterin Zuli Codina auf offener
Straße erschossen. Die 49-Jährige sei in der Stadt
Santa Marta von zwei Angreifern in der Nähe eines
Krankenhauses mit zahlreichen Schüssen niedergestreckt
worden, teilte die Polizei mit. Über die Täter und ihr
Motiv hatte die Polizei zunächst keine Erkenntnisse.
Auch über Morddrohungen gegen Codina sei nichts bekannt
gewesen. Damit stieg die Zahl der seit Jahresbeginn in
Kolumbien ermordeten Journalisten auf mindestens zehn.
Auch Gewerkschafter geraten immer wieder in das Visier
vor allem ultrarechter Paramilitärs. 11.11.2003: Annan wirbt für friedliche Lösung des
Kolumbienkonflikts - Quito (dpa) -
UN-Generalsekretär Kofi Annan hat sich am Montag für
eine friedliche Beilegung des Kolumbienkonflikts
ausgesprochen. «Es kann keine militärische Lösung
geben», sagte Annan nach einem Treffen mit Ecuadors
Präsidenten Lucio Gutiérrez in Quito. Nach
unbetätigten Presseberichten sollte es bei der
Unterredung auch um die mögliche Entsendung von
Blauhelmen aus Peru, Ecuador und Chile nach Kolumbien
gehen. Gutiérrez habe seinen Gast um mehr Hilfe bei der
Versorgung tausender Flüchtlinge aus Kolumbien sowie bei
der Verminderung der Last der Auslandsschulden gebeten,
sagte ein Sprecher anschließend. Annan wollte am Abend
nach Peru, der dritten Station einer Südamerikareise,
weiterfliegen. Am Freitag und Samstag nimmt er am 13.
Iberoamerika-Gipfel der Staats- und Regierungschefs 21
lateinamerikanischer Staaten sowie Spaniens und Portugals
in der bolivianischen Stadt Santa Cruz teil. 08/11/03: Abgeordneter und zwei Polizisten in Kolumbien erschossen Bogotá (dpa) - Ein Unbekannter hat in der Nähe der kolumbianischen Stadt Cali einen Abgeordneten erschossen. Arcángel Clavijo von der oppositionellen liberalen Partei sei am frühen Samstagmorgen in einer Bar niedergestreckt worden, teilten die Behörden mit. Er habe keinen Leibwächter bei sich gehabt. In der Hauptstadt der Provinz Valle del Cauca sind linke Rebellen und rechte Paramilitärs aktiv. Bei einem Überfall der marxistischen Rebellengruppe «Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens» (FARC) in der Ortschaft La Llanada in der Nachbarprovinz Nariño starben mindestens zwei Polizisten. Ein Polizist sei verletzt worden, sagte ein Sprecher. Kolumbien leidet seit fast 40 Jahren unter einem Guerillakrieg, dem jährlich Tausende von Menschen zum Opfer fallen. 08/11/03: Annan zu Gesprächen in Ecuador - Kolumbien auf der Tagesordnung - Quito (dpa) - UN-Generalsekretär Kofi Annan ist am Samstag in Ecuador zu Gesprächen unter anderem über den Bürgerkrieg im Nachbarland Kolumbien eingetroffen. Auf der zweiten Station seiner Südamerikareise wollte er sich am Montag mit Präsident Lucio Gutiérrez und Vertretern des Parlaments treffen. Nach unbestätigten Berichten soll es auch um die Frage der Entsendung von Blauhelmen aus Peru, Ecuador und Chile nach Kolumbien gehen. In Kolumbien selbst ist dieses Thema seit dem Präsidentenwahlkampf im Frühjahr 2002 nicht mehr auf der Tagesordnung gewesen. Annan traf aus Chile ein und will am kommenden Dienstag nach Peru weiterreisen. Für Freitag und Samstag ist seine Teilnahme am 13. Iberoamerikagipfel der Staats- und Regierungschefs 21 lateinamerikanischer Staaten sowie Spaniens und Portugals in der bolivianischen Stadt Santa Cruz vorgesehen. 08/11/03: Kolumbien: In drei Jahren 20 Priester ermordet - Rom (KNA) Durch Gewalttaten hat die katholische Kirche in Kolumbien in den vergangenen drei Jahren 20 Priester verloren. Die Kirche werde dennoch weiter für Versöhnung und Verzeihung eintreten, um einen dauerhaften inneren Frieden in Kolumbien zu erreichen, heißt es in einem Kommunique der kolumbianischen Bischofskonferenz, das der vatikanische Missionspressedienst «Fides» am Samstag verbreitete. Allein in der vergangenen Woche wurden in Kolumbien zwei katholische Priester Opfer der Guerilla oder paramilitärischer Gruppen. 07/11/03: Geschäftsmann soll neuer Innenminister Kolumbiens werden - Bogota (AP) Der Geschäftsmann Sabas Pretelt soll neuer kolumbianischer Innen- und Justizminister werden. Präsident Alvaro Uribe nominierte Pretelt am Freitag als Nachfolger des am Vortag zurückgetretenen Fernando Londono. Londono hatte nach scharf kritisierten Äußerungen über einen möglichen Rücktritt des Präsidenten sein Amt niedergelegt. Er war unter Druck geraten, nachdem er Abgeordnete gewarnt hatte, wenn sie die Reformen von Uribe nicht unterstützten, würde das Land in eine politische Krise gestürzt. Uribe würde dann möglicherweise zurücktreten und Neuwahlen ansetzen, sagte Londono am Mittwoch. Sowohl die Parlamentarier als auch der Präsident protestierten gegen die Äußerungen. Die Abgeordneten warfen Londono Einschüchterung vor, Uribes Büro widersprach den Aussagen. 07/11/03: Kolumbianische Armee will Großangriff abgewehrt haben - Bogota (AP) Die kolumbianische Armee hat nach Angaben von General Reinaldo Castellanos einen Großangriff linksgerichteter Rebellen auf Bogota abgewehrt. Mehr als 1.300 Rebellen seien in den Bergen um die Hauptstadt zusammengezogen worden, um Straßen zu blockieren und neue Kämpfer zu rekrutieren, sagte Castellanos der Nachrichtenagentur AP. Er zeigte dabei eine Karte des militärischen Geheimdienstes, wonach 14 Einheiten der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) in das Gebiet entsandt wurden. Wie der General weiter sagte, hätten sich die FARC-Kämpfer bei einem Angriff wohl nicht lange gegen die waffentechnisch überlegenen Regierungstruppen halten können. Die Operation hätte der Rebellenkommandeur Marco Urelio Rodriguez Buenida leiten sollen. Er wurde dann aber bei einer Kommandooperation der Armee am 30. Oktober getötet. Ein weiterer FARC-Kommandeur, Luis Alexis Castellanos Garzon, wurde am vergangenen Sonntag getötet. 06/11/03: Kolumbianischer Innenminister Londono tritt zurück - Regierung in tiefe Krise gestürzt - Bogotá, 6. November (AFP) - Der kolumbianische Innenminister Fernando Londono ist am Donnerstag wie angekündigt zurückgetreten. Das Rücktrittsgesuch liege Präsident Alvaro Uribe bereits vor, verlautete aus dem Umfeld des Ministers. Von Uribe, der sich in der 180 Kilometer nordöstlich von Bogotá gelegenen Stadt Paipa mit Militärs traf, gab es zunächst keine Reaktion. Der Rücktritt Londonos, einem politischen Schwergewicht im Kabinett und Gefolgsmann Uribes seit dessen Amtsantritt im August 2002, stürzt die Regierung in eine tiefe Krise. Bereits am Vortag hatte Londono mit Kritik an Uribe für ein politisches Erdbeben in der Hauptstadt gesorgt. Londono deutete an, dass der Präsident nicht mehr die notwendige Unterstützung der Konservativen im Kongress habe. Uribe habe «nicht die Absicht, in seinem Palast zu bleiben, nur um die verbleibenden drei Jahre seines Mandats zu überleben, wenn er nichts für die Nation tun kann», sagte Londono wörtlich vor konservativen Abgeordneten. Uribe gilt seit dem Scheitern eines von ihm angestrengten Referendums zur Korruptionsbekämpfung als politisch angeschlagen. Die Volksabstimmung Ende Oktober war wegen zu geringer Beteiligung gescheitert. Gleichzeitig wurde bei den Kommunalwahlen erstmals in der Geschichte Kolumbiens mit dem früheren Gewerkschaftsführer Luis Eduardo Garzón ein Politiker der Linken und Widersacher Uribes zum Bürgermeister der Hauptstadt Bogotá gewählt. 06/11/03: Zweiter Priester innerhalb eines Tages in Kolumbien ermordet - Bogotá, 4. November (AFP) - In Kolumbien ist zum zweiten Mal innerhalb von 24 Stunden ein katholischer Geistlicher ermordet worden. Der 44-jährige Priester sei in Villavicencio im Südosten des Landes von einer Putzfrau erstochen aufgefunden worden, teilte die Polizei am Mittwoch (Ortszeit) mit. Der Leichnam war demnach an einen Stuhl gefesselt und geknebelt. Hinweise auf die möglichen Täter lagen zunächst nicht vor. Am Dienstag waren nach Polizeiangaben in der nordöstlichen Stadt Saravena ein Priester und mit ihm eine Krankenhausangestellte von einem Mordkommando aus zwei Männern getötet worden. In den vergangenen eineinhalb Jahren wurden in Kolumbien damit bereits 13 Geistliche ermordet. In dem seit vier Jahrzehnten andauernden Bürgerkrieg zwischen linken Guerilleros und rechten Paramilitärs starben bislang mehr als 200.000 Menschen. 05/11/03: Priester und Begleiterin in Kolumbien ermordet - Bogotá (dpa) - Ein Priester und seine Sekretärin sind im Nordosten Kolumbiens ermordet worden. Ein Attentäter habe den 41-jährigen Geistlichen und dessen Begleiterin erschossen, als sie mit ihrem Wagen vor einem Krankenhaus in der Ortschaft Saravena in der Provinz Arauca hielten, sagte ein Polizeioffizier. Nach dem Mörder werde noch gefahndet, 15 Verdächtige seien bereits festgenommen worden. Die Polizei untersuche, ob die Guerillabewegung Nationales Befreiungsheer (ELN) für die Tat verantwortlich sei. Geistliche sind in dem von einem 40-jährigen Bürgerkrieg zerrissenen Land oft die einzigen Autoritäten, die trotz der Gewalt und Einschüchterung linker Rebellen und rechter Paramilitärs fernab der größeren Städte ausharren. Sie genießen deshalb großes Ansehen in der Bevölkerung, leben aber immer mit dem Risiko, zwischen die Fronten zu geraten. Oftmals kann schon Hilfe in einer kirchlichen Krankenstation für einen verletzten Rebellen einen Auftragskiller der Gegenseite auf den Plan rufen. In der Provinz nahe der Grenze zu Venezuela sind neben dem ELN auch die kommunistischen Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) und rechtsextreme Paramilitärs aktiv. Dort bilden auch etwa 70 US-Militärs kolumbianisches Sicherheitspersonal zum Schutz der wichtigsten Öl-Pipeline des Landes Caño Limón Coveñas aus. 02/11/03: Mindestens vier Tote bei Bombenanschlag in Kolumbien - Bogotá (dpa) - Bei der Explosion einer Sprengladung in der südwestkolumbianischen Stadt Florencia sind mindestens vier Menschen getötet und weitere neun verletzt worden. Der Sprengsatz sei am Samstagabend (Ortszeit) in einem Haus gezündet worden, als ein Militärkonvoi das Gebäude an der Straße zum Flughafen passiert habe, berichtete die Zeitung «El Tiempo» am Sonntag unter Berufung auf die Behörden. Unter den Verletzten des Anschlags befänden sich drei Soldaten und ein kleines Mädchen. Mindestens 15 Häuser seien schwer beschädigt worden. Die Behörden gingen davon aus, dass es sich um die Tat der marxistischen «Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens» (FARC) handelte. Zuletzt waren in der Hauptstadt der Provinz Caquetá am 28. September bei einem Bombenanschlag 11 Menschen getötet und 48 weitere verletzt worden. Die FARC bekämpfen den Staat seit fast 40 Jahren. Bei ihren Anschlägen sterben jedoch meist Zivilisten. 01/11/03:
Lebenszeichen von verschleppten Touristen in Kolumbien
verlangt - 15 Guerilleros bei Angriff von
Regierungstruppen getötet - Bogota (AP) In ihren
Bemühungen um die Freilassung von sieben verschleppten
Touristen in Kolumbien haben katholische Geistliche von
den Guerilleros ein Lebenszeichen verlangt. Außerdem
sollten die Kommandeure der Nationalen Befreiungsarmee
(ELN) die Kommunikation der vor sieben Wochen entführten
Geiseln mit ihren Familien erleichtern, forderte am
Freitag der Priester Dario Echeverri. Die sieben
Ausländer - vier Israelis, eine Deutsche, ein Spanier
und ein Brite - wurden am 12. September beim Besuch einer
präkolumbianischen Ausgrabungsstätte in der nördlichen
Sierra Nevada überfallen und an einen unbekannten Ort
gebracht. Die Regierung habe der ELN alles angeboten,
damit die verschleppten Ausländer freigelassen werden
könnten, sagte der Regierungsunterhändler Luis Carlos
Restrepo. Allerdings will die Regierung, dass alle
Geiseln |
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